Aufgelaufen: Berühmte Yacht “on the rocks” – Cup-Sieger vor 36 Jahren

Hoch und trocken

Die alte Yacht von Dennis Conner erlebte einen peinlichen Zwischenfall. Der 26 Tonnen schwere Cupper knallte auf einen Felsen und entblößte sein mäßig gepflegtes Unterwasserschiff.

Freedom on the Rocks. © AC Charter

Freedom on the Rocks. © AC Charter

Es ist schon 36 Jahre her, dass der Zwölfer “Freedom” zum letzten Mal im Rampenlicht stand. Damals wies er in den Händen von Dennis Conner “Australia”, den Duellgegner um den 25. America’s Cup,  mit 4:1 in die Schranken. Alan Bond hatte zum drittem Mal in Folge im Finale verloren. Auch ein Aufsehen erregendes stark gebogenes Masttopp (Foto) half nicht beim Sieg.

Nun erregt “Freedom” auf andere Weise Aufmerksamkeit. Hoch und Trocken stand der ehemalige Stolz der Nation auf einem Stein im Wasser und entblößte für einige Stunden sein mäßig gepflegtes Unterwasserschiff.

Die berühmte Yacht fest verkeilt. © AC Charter

Die berühmte Yacht fest verkeilt. © AC Charter

Der alte Cupper war vor Newport auf einen Felsen gelaufen, hatte sich mächtig verkeilt und bei ablaufendem Wasser keine Chance mehr, aus der misslichen Lage befreit zu werden. Der Schaden am Aluminium-Rumpf soll geringfügig gewesen sein, was verwundert, wenn 26 Tonnen auf einen Stein drücken.

Aber die See war ruhig, und so hielt sich offenbar auch die Bewegung des Schiffes auf seinem harten Untergrund in Grenzen. Der Charter-Skipper, der den Fauxpas zu verantworten hatte, blieb an Bord und wartete auf die rettende Flut.

Aggressiver Segelstil

“Freedom” wird in Newport/Rhode Island von dem Unternehmen America’s Cup Charters neben den früheren US-Cup-Siegern “Intrepid” and “Weatherly” betrieben.  Sie ist das letzte Cup-Design von Olin Stephens. Er schnitt es insbesondere auf den aggressiven Segelstil von Dennis Conner zu, und machte es besser manövrierbar. “Freedom” beschleunigte besonders schnell aus den Wenden.

Der Zwölfer war auch zwei Jahre später noch schneller als die beiden Neubauten, die das Freedom-Syndikat in Auftrag gegeben hatte, und diese Tatsache führte zum hastigen Neubau einer dritten Yacht. “Liberty” wurde erst kurz vor den Rennen 1983 fertig und segelte bei Starkwind immer noch nicht so schnell wie die alte “Freedom”.

Schließlich ging der Cup dann erstmals nach 132 Jahren doch noch an den Australier Alan Bond mit dem Flügel-Kieler “Australia II” verloren.

Das Gewässer vor Newport scheint für die lokale Zwölfer-Flotte ein schwieriges Pflaster zu sein. Vor wenigen Monaten geriet der Zwölfer “Courageous” in die Schlagzeilen, als er dort bei einer Regatta auflief und es in der Folge zu Kollisionen mit lautstarken Beschimpfungen kam.

 

Spenden
http://nouveda.com

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Sicherheitsfrage (SPAM-Schutz): *