Baltic 500: Starke Premiere der neuen Shorthand-Ostsee-Regatta – bald im Mini-Kalender?

Minis rocken die Ostsee!

Maurice Oster hat sich den erfahrenen und gewieften Oliver Tessloff an Bord geholt, um auf seinem nagelneuen Trans Ocean Vector-Plattbug gleich bei der ersten Regatta Akzente zu setzen. Eine Rechnung, die ganz offensichtlich aufgeht…

Starker Mini(sten)-Auftritt bei der Baltic500. Die neue Ostsee-Shorthand-Regatta – zwei Segler, 500 Seemeilen von Kiel durch die Ostsee und zurück – brachte bei ihrer Premiere 49 Boote an den Start. Darunter sage und schreibe 10 Minis!

Für die Organisatoren Rasmus Töpsch und Cord Hall mit ihrem Team vom Yachtclub Strande dürften das mehr als ermutigende Zahlen sein. Nicht zuletzt, weil sie sich mit ihrem Rennen offenbar als erste offizielle Mini-Regatta in der Ostsee bei der Classe Mini empfehlen wollen. 

Baltic 500, Oliver Tessloff, Mini

Erste Regatta und gleich kernig vorneweg: Der Trans Ocean-Vector-Mini mit Oster/Tessloff an der Pinne © blondsign Schurr/baltic 500

Mit am Start auch einige deutsche Mini-Protagonisten der letzten Mini-Transats. So segelt etwa Lina Rixgens, die derzeit noch auf die Fertigstellung ihrer Wevo für die Teilnahme bei der Transat 2021 wartet, bei Hasso Hoffmeister auf dessen Plan Rolland D2 aus dem Jahre 2008 mit. 

Jan Heinze, der die vorletzte Mini Transat beendete, segelt gemeinsam mit dem Käufer seines Bootes, Martin Gnass auf der „Lonestar“. Andreas Deubel, ebenfalls Finisher der letzten Transat in der Serienwertung, geht „fremd“ und fährt auf der L30 „Sharifa“.

Baltic 500, Oliver Tessloff, Mini

Ex-Minist Andreas Deubel am Rad der “Sharifa” © blondsign eike schurr/baltic 500

Oliver Tessloff, bei der letzten Mini Transat bester Deutscher Finisher in der Serienwertung, wurde von Maurice Oster für die erste Regatta mit seinem nagelneuen Trans Ocean-Vector angeheuert. 

Eine gute Wahl, wie die hervorragende Platzierung des TO-Minis nach der ersten Nacht in der grisseligen Ostsee beweist. Tessloff und Oster brachten den Plattbug ordentlich in Schwung und glitschten teils mit gleichen Werten über die eher flachen Wellen der Ostsee wie Matthias Müller von Blumencrons Class 40 „Red“.

Gleich in den ersten Stunden erreichten Oster/Tessloff Spitzengeschwindigkeiten von annähernd 16 Knoten (lt. Tracker) – einfach cooles Minisegeln (siehe Video). 

Baltic 500, Oliver Tessloff, Mini

Kurz nach dem Start © blondsign eike schurr/baltic 500

Im Laufe des heutigen Vormittags waren neben kniffliger Navigation im Öresund dann auch eher flaue Winde angesagt. Der TO-Mini behauptet sich aber weiterhin hervorragend an der Spitze des gesamten Feldes und konnte bereits um vier Uhr morgens den Sund hinter sich lassen . Nach „Red“ und „Gingko“, einer Prima 38, halten sich die beiden Ministen auf ihrer „Mex“ auf Rang 3 und mit einem Abstand von deutlich über 30 Seemeilen zum zweitplatzierten Ministen-Team Pedersen/Berger (Dänemark). 

Baltic 500, Oliver Tessloff, Mini

Lina Rixgens mit Hasso Hoffmeister © blondsign eike schurr/baltic 500

Im Laufe dieses Freitag Vormittag scheint sich allerdings ein Großteil des Feldes im Öre-Sund regelrecht „festgefahren“ zu haben. Während dort bei Geschwindigkeiten um die zwei bis drei Knoten nur mühseliges Vorankommen angesagt ist, enteilt das Spitzentrio in den offeneren Gewässern mit mehr als der doppelten Geschwindigkeit. 

Aber noch ist hier natürlich nicht das letzte Wort gesprochen. Für heute sind im Laufe des Tages in der Region auffrischende Winde vorhergesagt, am Samstag sechs Windstärken. 

Eines ist jedoch ziemlich sicher: Sollte auf dem nagelneuen TO-Mini alles „halten“ und keine typischen Erstregatta-Bruchsituationen auftreten, wird den Herren wohl kaum noch jemand aus der Mini-Klasse das Wasser reichen können.

Tracker 

Website Baltic 500

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Michael Kunst

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