Barcelona World Race: Boris Herrmann fällt etwas zurück. Flotte hat Orkan überstanden

"Das Schlimmste ist vorüber"

Während an der Spitze die Zweitplatzierte „Mapfre“ wohl durch ein Übertragungsproblem vom Bildschirm verschwunden ist hat Boris Herrmann in der Nacht Federn lassen müssen bei der Aufholjagd auf „Renault“. Der Rückstand ist wieder auf 94 Meilen angewachsen.

Xabi Fernandez kämpft auf "Mapfre" mit dem Pazifik. © FNOB

Dafür wird die Laune auf den folgenden Yachten langsam besser, die mit dem ex Zyklons Atu zu kämpfen haben. Die Franzosen auf „Grope Bel“ haben die Auswirkungen von Atu bisher ohne größere Schäden überstanden. Kito de Pavant schreibt erleichtert: „Wir haben jetzt 36 Stunden hinter uns mit sehr schlechtem Wetter. Die Windstärke sackte selten unter 40 Knoten, aber wir sind nun durch das Schlimmste durch.

Die Situation am 27.2. "Mapfre" kann zurzeit vorne nicht lokalisiert werden. "Grupe Bel" (rot) und "Estrella Damm" (orange) haben die Ausläufer von Atu erst einmal überstanden. "Neutrogena" und "Renault" passieren gerade das Pazifik-Tor.

Wir können nicht richtig schnell segeln, weil wir in den schweren Seegang krachen, der etwas chaotisch ist. Wir konnten noch nicht genau überprüfen, ob alles mit dem Boot okay ist. Sicher gibt es ein paar kleinere Schäden am Rigg besonders and den Lazy Jacks. Deshalb müssen wir in den Mast. Aber das wird sicher nicht heute passieren!

Wir werden noch bis zur Mitte des Pazifiks mit den Auswirkungen von Atu leben müssen. Da wäre eine kleine Flaute durchaus willkommen.“

Dominique Wavre zeigt auf seinem PC-Bildschirm den Orkan Atu in seiner schlimmsten Dimension. © FNOB

Die Wellenhöhe habe bis zu sieben Meter betragen, aber der Wind war dann doch etwas schwächer als befürchtet. So sei es wichtig gewesen, noch vor Atu passieren zu können.

“Aber das Raumschotssegeln gegen die Welle ist brutal. Es ist unmöglich, selbst zu steuern. Das Deck wird ständig überspült. In den Wachen kann man nur den Autopilot und die Segel beobachten. Im Schiff muss man sehr aufpassen. Kaffee machen oder essen wird zu einem Balance-Akt. Alles ist nass und man kann kaum schlafen.“

"Groupe Bel" (rot) und "Estrella Damm" hatten am schlimmsten mit Atu zu kämpfen. Besonders die chaotische See hat ihnen alles abverlangt.

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Carsten Kemmling

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