Barcelona World Race: Mastbruch auf der führenden “Hugo Boss”

"Großer Schock"

Hugo Boss

“Hugo Boss” hatte das Barcelona World Race gut im Griff. © Mark Lloyd

Alex Thomson und Pepe Ribes die Skipper des IMOCA60 “Hugo Boss” haben beim Barcelona World Race ihren Mast verloren. Sie führten mit gut 60 Meilen Vorsprung.

Das Unglück geschah exakt um 21.02 Uhr (GMT). “Hugo Boss” war bei moderatem Wind um 13 Knoten mit 15 Knoten Speed unterwegs als die Mast brach und über Bord fiel. Ein Beschlag am Rigg soll gebrochen sein.

Der Brite Thomson (40) und der Spanier Ribes (43) sind erst einmal per Motorkraft auf dem Weg nach Brasilien und werden sich ein Notrigg bauen, um voraussichtlich den 350 Meilen entfernten Hafen von Salvador de Bahia anzusteuern.

"Hugo Boss" hat abgedreht. Nun liegen "Neutrogena" und "Cheminées Poujoulat" gleichauf an der Spitze.

“Hugo Boss” hat abgedreht. Nun liegen “Neutrogena” und “Cheminées Poujoulat” gleichauf an der Spitze.

Thomsons Teamsprecher Stewart Hosford sagt: “Das ist ein großer Schock nach einem so vielversprechenden Start in das Barcelona World Race. Wir haben uns länger als ein Jahr auf diese Regatta vorbereitet aber unglücklicherweise passieren solche Dinge beim Offshore-Racing. Ich hoffe nun, dass die Skipper sicher an Land kommen. Sie sind am Boden zerstört.”

Reihe von Tiefschlägen

Damit setzt sich eine Reihe von Tiefschlägen für Alex Thomson fort. Er hat zahlreiche Ausfälle bei großen Hochseeregatten erleiden müssen. Umso glücklicher war er, dass er mit Platz drei bei der vergangenen Vendée Globe endlich ein starkes Resultat abliefern konnte.

Diesmal war der Brite mit dem 2010 gebauten Schiff “Virbac Paprec 3″von Jean Pierre Dick gestartet. Bei der Vendee Globe hatte er Dick kurz vor dem Ziel überholt als der die letzten Tage ohne Kiel segeln musste.

Mit der “Virbac” konnte Thomson auf das jüngste Schiff im Feld zurückgreifen und war zusammen mit dem erfahrenen Pepe Ribes der klare Favorit. So konnte das Duo auch eine solide Führung übernehmen, ohne das Boot extrem hart puschen zu müssen. Niemand hätte “Hugo Boss” wohl stoppen können.

Nun muss  Thomson eben sein Meisterstück bei der nächsten Vendée Globe abliefern. Dafür hält sein Sponsor bisher treu zu ihm. Ein neues Schiff ist im Bau.

An der Spitze beim Barcelona World Race liegen jetzt gleichauf “Neutrogena” mit José Muñoz und Guillermo Altadill, dem ehemaligen Wetterchef des deutschen America’s Cup Teams, und “Cheminées Poujoulat” mit Bernhard Stamm und Jean Le Cam. Jörg Riechers hat einen Rückstand von gut 450 Meilen auf Rang vier.

Barcleona World Race Tracker

Unglücksschiff? Beim Vendee Globe riss auf der ex Virbac der Kiel ab. © Mark Lloyd

Unglücksschiff? Beim Vendee Globe riss auf der ex Virbac der Kiel ab. © Mark Lloyd

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Carsten Kemmling

Der Mann von der vordersten Front. Mehr zu ihm findest Du hier.
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2 Kommentare zu „Barcelona World Race: Mastbruch auf der führenden “Hugo Boss”“

  1. avatar Firstler sagt:

    Alex Thomson ist und bleibt ein echter Pechvogel. Tut einem wirklich leid. Sehr Schade!

    Super Beitrag, mehr davon! Like or Dislike: Daumen hoch 16 Daumen runter 0

  2. avatar Laszlo sagt:

    Das jüngste Schiff im Feld hat Nandor Fa. Seine Spirit of Hungary hatte den Stapellauf im April 2014.

    Like or Dislike: Daumen hoch 3 Daumen runter 0

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