Big Picture: 49er-Weltmeister zeigen im Mistral Bilderserie mit rätselhaftem Stunt

Ob das gut geht?

Auf dem Bild mag etwas nicht stimmen. Bei Extrembedingungen steht der 49er-Steuermann offenbar auf der Leeseite im Trapez. Ist er etwas durcheinander gekommen? Dabei handelt es sich um einen der besten Segler der Welt.

Da stimmt was nicht. Der Steuermann reitet im Trapez nach Lee aus? © Fantela Sailing Team

Sime Fantela ist einer der Superstars im Segelsport. Der 33-jährige Kroate startete vor 17 Jahren mit der Empfehlung eines Optimist-WM-Titels seine Olympia-Karriere im 470er, holte sieben WM-Medaillien, zweimal Gold, und 2016 gelang die Krönung als Olympiasieger.

Dann schaffte er etwas noch Bemerkenswerteres. Nur ein Jahr nach dem Umstieg in den 49er holte er mit seinem Bruder Mihovil, der zuvor sieben Jahre auf dem RS:X Surfbrett aktiv war, den 49er WM-Titel in Aarhus. Eine Leistung, die zuvor niemand für möglich gehalten hatte.

Sime Fantela

Sime Fantela l.) mit seinem Bruder nach dem sensationellen Gewinn des 49er WM-Titels 2018. © Aarhus Worlds

In Dänemark passte auch das Wetter für die Neueinsteiger. Bei Extrembedingungen müssen sie sich noch ihre Sporen verdienen. Der ganz große Erfolg ist den Brüdern nach dem WM-Titel noch nicht geglückt. Platz 16 im März vor Palma war eine Enttäuschung.

Deshalb greifen sie jetzt wieder mit Vollgas an. Und da mag das harte Wetter beim Weltcup-Finale in Marseille bei der Weiterentwicklung helfen. Im letzten Rennen von vieren kamen nur vier von 14 Booten ins Ziel.

Auch die Fantelas nicht. Ob es an der aufgenommenen Stunt-Szene lag? Könnte sein, muss aber nicht. Schließlich sind Kenterungen im 49er nicht außergewöhnlich. Allerdings ist diese Situation doch bemerkenwert. Offenbar beim Bemühen, eine Halse zu stehen, kracht der Großbaum etwas früh auf die neue Seite. Der Steuermann steht sogar noch im Trapez. Er versucht mit eine Körperstreckung sogar noch den Bug aus dem Wasser zu reißen, der sich stoppende in eine Welle bohrt. Aber der Absturz ist nicht mehr zu vermeiden.

Erschreckende Weltcup-Beteiligung

Abgesehen von den spektakulären Bildern ist das Weltcup-Finale in Marseille, das eigentlich ein Höhepunkt der olympischen Regatta-Saison sein soll, eine traurige Veranstaltung. Die Teilnahme ist beschränkt, aber das ist egal, weil die Spitzensegler überwiegend andere Pläne haben.

Bei den Lasern sind nur sieben Männer und acht Frauen am Start. Nur die Felder der 470er und Nacra17 weisen einigermaßen Qualität auf. Selten konnte man World Sailing bei einem Projekt so scheitern sehen. Die Belebung des Weltcups war eines der wichtigsten selbstgenannten Ziele des neuen Führungsgremiums. Aber fehlende Anreize und Termin-Kollisionen lassen die meisten Spitzenteams im vorolympischen Jahr andere Schwerpunkte setzen.

Ergebnisse Weltcup-Finale Marseille

 

© Fantela Sailing Team

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Ein Kommentar „Big Picture: 49er-Weltmeister zeigen im Mistral Bilderserie mit rätselhaftem Stunt“

  1. avatar Sven 14Footer sagt:

    ich glaube, es ist Bergemanöver. Das Fall ist schon ein Stück gefiert, der Vorschoter mittschiffs beim Mast.
    Bei sehr viel Druck fällt der Steuermann ab, um nicht nach Lee zu kentern. Hier ist zu weit abgefallen und in die Chinese Gybe geraten. Dabei fährt er auch noch einen Stecker.

    Super Beitrag, mehr davon! Like or Dislike: Daumen hoch 5 Daumen runter 0

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