Blokart WM Las Vegas: Karin Buhl über Mastbruch, High-Speed und Segeln in der Wüste

"Und Mutti mittendrin..."

Karin und Olaf Buhl haben bei der Blokart Weltmeisterschaft auf dem Ivanpah Dry Lake bei Las Vegas teilgenommen. 138 Piloten starteten in acht verschiedenen Klassen. Die Oldenburgerin berichtet über ihr einzigartiges Erlebnis.

So sieht eine durchhängende Linie aus. 138 Blokarts präsentieren sich bei der WM. © Karin Buhl

“Für mich ein absolut wahnsinniges Erlebnis, dabei sein zu können! Es knallt der Wind, Sandstürme hauen einen um, die Sonne verbrennt die Haut durch die Klamotten, offene Blasen an jedem Finger, die Aufregung vor jedem Rennen, Startposition finden … dann plötzlich fällt alles von einem ab und man rast mit den Worldchamps durch den Kurs … und Mutti mitten drin 😉

Einmal hatte ich Probleme: Zu viel Wind, zu dicht an der ersten Markierung und zack umgeflogen wie nichts! Mastbruch, mein lieblings 3er Segel aufgerissen, Basis verbogen, Knie lädiert. Aber ich konnte vor Ort Ersatzteile kaufen. Mein Team hat geholfen, das Blokart schnell zu reparieren. Schon beim nächsten Rennen war ich wieder dabei. Lief alles super!!”

Karin Buhls Fazit:
“Olaf konnte seinen Bronze-Platz leider nicht halten und ist mit knapp sechs Punkten am Podest vorbeigefahren. Dabei konnte er den letzten Lauf gewinnen. Für mich als blutiger Anfänger, ohne jemals gesegelt zu haben, ist der 13. Platz im Mittelgewicht ein unglaublich tolles Gefühl. Zumal mein letztes Rennen das beste war, ich konnte 9 Piloten überunden und bin auf Platz 8 gelandet.

Es war ein unglaublich schönes Erlebnis neun Tage auf dem Ivanpah Dry Lake mit Piloten aus der ganzen Welt zu segeln. Neuseeland, Australien, Spanien, England, Dänemark, Litauen, Belgien usw. Super Atmosphäre, tolle Competition und bestes Wetter … wir sind teilweise bis zu 70-90 km/h gefahren. Jetzt wird geschlafen und die Vorfreude auf die Höhepunkt-Veranstaltung 100km la Franqui im Mai in Frankreich ist groß!”

Ergebnisse

Eventseite

Blocart Team Germany

Die ersten Blokart-Gehversuche von Karin Buhl:
Der spanische Vertreter Santi im Interview mit hübschem Bart:
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Carsten Kemmling

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3 Kommentare zu „Blokart WM Las Vegas: Karin Buhl über Mastbruch, High-Speed und Segeln in der Wüste“

  1. avatar Mathias sagt:

    Wer hätte das gedacht. Mutti kracht über die Piste. Wenn Karin so gut schreiben wie sie erzählen kann, dann würde mich ein etwas ausführlicher Erlebnisbericht interessieren.

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  2. avatar Wilfried sagt:

    was ist das denn für ne WM bei der man ohne vorher je gesegelt zu haben Leute überrundet?

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  3. avatar Ingo sagt:

    @Wilfried:
    Sieh’ es mal von der Seite: Die Klasse ist noch sehr jung, wächst aber stark. Wenn man der KV glauben darf, gibt es derzeit keine Bootsklasse, die so schnell wächst wie die BloKarts.

    Und dann sind die Blokarts meines Wissens auch noch die einzige “Bootsklasse”, in der Behinderte (zumindest mal Menschen, die auf einen Rollstuhl angewiesen sind sowie Beinamputierte) direkt gegen Nichtbehinderte antreten können – ohne dass ihr “Handicap” zum Handicap wird.

    Ich habe gehört, dass in einer Gewichtsklasse ein Engländer Gesamtdritter wurde, auch wenn er Rollstuhlfahrer ist.

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