Charal bei The Ocean Race: Jérémie Beyou ist ein Fan – Vendée-Globe-Strategie entscheidet

"Jeder will dabei sein"

Fünf IMOCA an der Startlinie sind bei einem Rennen um die Welt nicht besonders viel. Vermutlich das Minimum, um die Flotte überhaupt loszuschicken. Warum es beim nächsten Mal ganz anders werden kann.

Jérémie Beyou auf seiner neuen Charal. © Maxime Mergalet / Charal

So lange Charlie Dalin (Apivia) und Thomas Ruyant (LinkedOut/Advens) und Yoann Richomme (Paprec Arkea) ihre neuen IMOCA nicht zu Wasser gelassen haben, gilt  Jérémie Beyou als Platzhirsch in der neuen Vendée-Globe-Hierarchie. Sein radikaler Neubau zeigte bei der Route du Rhum trotz minimaler Wasserzeit mit Rang drei ein erstaunliches Potenzial. Umso mehr gilt seine Meinung, wenn es um die Einschätzung von The Ocean Race geht. Hat das Rennen eine Zukunft? Kann es sich im Kalender der Vendée-Globe-Spezialisten behaupten?

Beyou outet sich nun gegenüber der IMOCA-Klassenvereinigung als Fan der Veranstaltung. Kein Wunder. Schließlich hat er das Rennen bei der vergangenen Auflage als Crewmitglied auf Dongfeng gewonnen.

“Jeder will dabei sein”

“Wir sind nicht die einzigen, die genau hinschauen”, sagt er. “Ich finde es wirklich gut, dass dieses Rennen im Kalender steht. Es ist fantastisch. Diese Boote sind so schwer allein zu bedienen, dass es gut ist, sie auch mit voller Besatzung zu segeln. Ja, jeder will dabei sein, aber ich denke, dieses Mal war es für Teams wie uns etwas früh… aber die Übertragung vom Start war ein gutes Beispiel dafür, was dieses Rennen ausmacht und wie es bei der nächsten Ausgabe sein kann – so etwas haben wir in Frankreich noch nie gesehen.”

Charal mit mächtiger Wasserschleppe am Heck. © Polaryse

Warum es für ihn zu früh war, erklärt Beyou nicht weiter. Schließlich hat Boris Herrmann es trotz eines nahezu gleichzeitigen Stapellaufes an die Startlinie geschafft. So lässt sich durchaus anzweifeln, ob Beyous Begeisterung ehrlich gemeint ist. Andererseits scheint es ihm durchaus wichtig zu sein, die Regatta mit seinen Aussagen zu unterstützen.

“Wir schauen auf dieses Rennen, hoffen, dass es ein Erfolg wird”, sagte er. “Wir hoffen dann auch, dass wir beim nächsten Rennen dabei sein können. Ich habe das Rennen mit Dongfeng vor vier Jahren sehr gerne als Crewmitglied bestritten, würde aber gerne als Skipper dabei sein. Ich muss meine Sponsoren überzeugen,

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Carsten Kemmling

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