Clarisse Crémer: Kein Happy End für junge Mutter – Banque Populaire streicht Vendée Globe

Klassische Rollenverteilung

Banque Populaire zieht sich nach der Affäre um Clarisse Crémer nun ganz von der Vendée-Globe-Teilnahme 2024 zurück. Diese Entscheidung könnte insbesondere den Malizia-Navigator schmerzen.

Clarisse Crémer 2021 vor dem Start zur Vendée Globe mit ihrem Ehemann Tanguy le Turquais. © Curutchet Alea

 

Die französische Bank, die seit über 30 Jahren als Sponsor im Segelsport engagiert ist, erklärt, dass “die Bedingungen nicht gegeben sind”, um an der Vendée Globe teilzunehmen. Banque Populaire hat damit die Entscheidung bestätigt, seine Skipperin Clarisse Crémer nach der Mutterschaftspause auszubooten. Offenbar ist es auch Nicolas Namias, dem CEO der mit 35.000 Mitarbeiter zweitgrößten Bankengruppe Frankreichs, nicht geglückt, dem Fall doch noch eine positive Wendung zu geben. Er hatte den Fall zur Chefsache gemacht.

In der nüchternen Erklärung von Banque Populaire heißt es, man bedauere die aktuelle Situation und verstehe die Emotionen, die sie in der Öffentlichkeit ausgelöst habe. Aber man erinnert daran, dass weiterhin in ganz Frankreich Clubs, Schulen, die französischen Segelmannschaften und das Hochseerennteam auf allen Ozeanen der Welt begleitet werden.

Clarisse Cremer macht sich mit ihrem Baby fit für die vermeintliche Vendée-Globe-Teilnahme. © Cremer

Clarisse Crémer lief Gefahr, sich nicht auf direktem Weg für die Vendée Globe zu qualifizieren, da sie wegen ihrer Schwangerschaft Qualifikationsregatten verpasst hatte. Sie hätte wohl auf die eine Wildcard hoffen müssen, die der Veranstalter für Härtefälle vorgesehen hatte und die Chancen wären wohl auch gut gewesen. Aber die Organisatoren wollten die Entscheidung nicht vorziehen, und Banque Populaire lehnte es ab, das Risiko einer späteren Nichtbenennung einzugehen.

In einer ersten Sponsor-Mitteilung des Sponsors, mit der die Trennung von Cremer bekannt gegeben wurde, war noch von einem Ersatzskipper die Rede. Vieles deutete daraufhin, dass Nicolas Lunven in Stellung gebracht werden sollte, der aktuelle Malizia-Navigator, der hartnäckig Qualifikationsmeilen für sein eigenes potenzielles Vendée-Globe-Projekt sammelt, aber kein Boot hat.

Nicolas Lunven beim Guyader Bermudes Rennen 2022 in den Farben von Banque Populaire als Cremer-Ersatz per Nicht-Foiler auf Platz vier. © Jean-Louis Carli / ALEA

Lunven segelte 2022 schon zwei starke Rennen in den Farben von Banque Populaire als Ersatz für die schwangere Clarisse Crémer. Sie hatte

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Carsten Kemmling

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