Class 40: Crashbox getestet – Bruch vor der Route du Rhum

Besser als neu

Im RdR-Feld der 36 gemeldeten Class 40 „rummste“ es gleich zwei Mal während der letzten Tage: Mastbruch und Grundberührung mit der Kielbombe – aber Crashbox federte ab.

Frustrierend: zweiter Versuch zur RdR, zweite Havarie kurz vor dem Start © Lautrou

Frustrierend: zweiter Versuch zur RdR, zweite Havarie kurz vor dem Start © Lautrou

Soll es wirklich nicht sein? Der Franzose Pierre-Yves Lautrou macht sich derzeit so seine Gedanken, was seine Teilnahme bei der Route du Rhum anbelangt:

Nachdem er 2010 beim Überführungstörn seiner Class 40 mit einem Fischerboot kollidierte und nicht an der prestigeträchtigen Transatlantik-Regatta teilnehmen konnte, wollte er für den Start in diesem Jahr alles richtig machen. Nagelneues Schiff, ausreichend Trainingszeit, eben „millimetergenaue, optimale Vorbereitung für eine erfolgreiche Regatta“, wie er französischen Journalisten gegenüber klarstellte.

Doch Anfang Oktober, eigentlich schon in der „Slow-Down-Phase“ vor dem Start zur RdR am ersten November-Wochenende, segelte er auf seiner„L’Express“, eine nagelneue Pogo40 S3 gemeinsam mit Freunden und Gönnern, als nur ein paar Seemeilen vor der Ile de Groix nahe Lorient heftige Böen einfielen. „Nicht dramatisch stark, aber doch schon ziemlich ruppig,“ erzählte er später. Ruppig genug jedenfalls, um den Mast wie ein Streichholz zu knicken.

Erstmal in die Halle… © Lautrou

Erstmal in die Halle… © Lautrou

Verletzt wurde niemand, nur das Selbstvertrauen des Franzosen dürfte einen leichten Knick bekommen haben. Rigger und Mastbauer in Lorient ermutigten Lautrou jedoch: „Bis zum Start steht wieder eine neue Palme auf dem Schiff“ versicherten sie.

Crashbox federte ab

Etwas weniger wurde der 28 jährige Rudolphe Sepho gebeutelt. Er fuhr mit seiner „Voiles 44 Cava“ bei eher niedriger Geschwindigkeit auf einen Stein… und „stand sofort“, wie der deutsche Mini-Segler Chris Lükermann gegenüber SR berichtet.

Das Rigg kam ohne jeglichen Schaden davon, ebenso der Kiel. Lediglich die Kielbombe „funktionierte“ an der dafür vorgesehenen „Crash-Box“ – das vordere Fünftel der Bombe wurde eingedrückt.

„Keine große Sache, das wird wieder besser als neu!“ kommentierte der Skipper die anstehenden Reparaturen und fotografierte dieselben.

Die Shots geben einen guten Einblick in das Innenleben einer „Kielbomben-Crashbox“ und der doch irgendwie wenig aufwändig erscheinenden Reparatur auf dem Trockengelände der Werft.

Tipp: SR-Leser Chris Lükermann

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Michael Kunst

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4 Kommentare zu „Class 40: Crashbox getestet – Bruch vor der Route du Rhum“

  1. avatar Alex Lang sagt:

    gute idee so eine crashbox. ist das standard bei class 40? haben andere schiffe sowas auch? hoere gerade zum 1. mal davon.

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  2. avatar Martin sagt:

    Von Bild 12 ausgehend hätte ich jetzt 100% getippt der Schade wäre am hinteren Teil des Kiels und nicht vorne.
    🙂
    So kann man sich täuschen.

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  3. avatar Chris L sagt:

    Und der neue Mast für PYL ist heute auch angekommen: https://twitter.com/pylencourse/status/522376731421057024

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  4. Wenigstens wurde geruppt in der ruppigen Böe, ein jeder #Rapper und#Rupper weiß:
    Wo gerappt wird fallen Späne!!
    Weiter so!
    Wer noch nie einen Mast runtergeholt hat ist nicht mit genug #POOOOOOWEEERRRRR rangegangen.

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