Clipper Race: Deutscher Skipper startet für China – 70.000 Meilen im Kielwasser

"Große Verantwortung"

Chris Kobusch aus Herford ist einer von zwölf Skippern beim Clipper 2017-18 Round the World Yacht Race. Er führt das Team “Qingdao” in die Amateur- Regatta um die Welt, bei der es zuletzt zwei Tote gab.

Clipper Race

Qingdao Skipper Chris Kobusch. © onEdition

Wenn am 20 August in Liverpool der Startschuss zum Clipper Round the World Race fällt, wird Chris Kobusch (3) am  Steuerrad des 70-Fußers “Qingdao” stehen, der mit elf gleichen Yachten in acht Etappen um die Welt segelt.

Die Organisatoren von Clipper Ventures haben den erfahrenen Segler aus Herford in Nordrhein-Westfalen als Skipper benannt. “Das ist eine echte Ehre für mich”, sagt Kobusch. Denn die chinesische Stadt Qingdao hat ihre Partnerschaft als Team-Namensgeber und Etappenziel gerade bis auf 2020 verlängert und ist dann 16 Jahre bei der Veranstaltung dabei.

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Der 70 Fußer “Qingdao”. © onEdition

Vertreter der Stadt betonen, dass Kobusch als Botschafter der Segelstadt fungieren kann, die 2008 die Olympischen Segelspiele ausgerichtet hat. Der Deutsche hat diese Rolle angenommen und betont die “große Verantwortung”, die diese Rolle für ihn beinhalte. Er stehe für eine professionelle, wettbewerbsfähige Kampagne die sich an guter Seemannschaft orientiere.

Der Deutsche ist in Kapstadt erstmals mit dem Segeln in Berührung gekommen, wo er bei seiner Rückkehr 2009 auch seinen RYA Yachtmaster Offshore Lehrgang erfolgreich absolviert hat. Seitdem arbeitete er in der ganzen Welt auf Yachten – auch in China – und brachte in den vergangenen zehn Jahren 70.000 Seemeilen in sein Kielwasser.

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Chris Kobusch (32) ist angjähriger Profi-Segler auf den Weltmeeren. © onEdition

Nun hat er weitere 40.000 Meilen beim Clipper Race vor dem Bug. 16 Crewmitglieder, sechs Frauen und acht Männer, segeln unter seiner Aufsicht. Sie bezahlen für das Abenteuer und wurden nach einem Auswahlprozess für das Qingdao-Team nominiert. Seit Januar trainieren sie im britischen Gosport für das Abenteuer. Weitere Segler werden später dazu stoßen und auf den verschiedenen Etappen zum Einsatz kommen.

Wie hart das Rennen ist, zeigt die Bilanz der vergangenen Auflage. Zwei Segler kamen dabei ums Leben, die Organisatoren wurden nach der Untersuchung aber von einer Schuld entlastet.

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