Clipper Race: Etappensieger stranden nach dem Zieldurchgang in Rio

Sieger in Nöten

Clipper Race

“LMAX Exchange” gestrandet. © Clipper Race

Nach dem tödlichen Unfall auf der „Ichor Coal“ ist das Clipper Race erneut mit einer Unglücksmeldung in die Schlagzeilen geraten. Das Siegerschiff “LMAX Exchange” strandete.

Im Ziel in Rio hatte das Team der “LMAX Exchange” noch ausgiebig den ersten Etappensieg beim Clipper Round the Wold Race bejubelt. Der Vorsprung gegenüber der Konkurrenz auf den elf übrigen Yachten betrug fast eineinhalb Tage.

Aber sollte das Schiff in einen anderen Hafen überführt und aus dem Wasser gehoben werden, um ein neues Sponsor Branding zu erhalten. Bei der Anfahrt lief der 70 Fußer auf eine Sandbank auf etwa 42 Meilen südwestlich der Marina da Gloria in Rio de Janeiro.

Niemand soll verletzt sein. Das Schiff habe einen Schaden am Steuerbordruder erlitten, sei aber ansonsten intakt. Das Organisationsteam um Segellegende Sir Robin Knox-Johnston  hat sich vor Ort über die Umstände der Strandung informiert. Genaue Angaben, wie es in der Nacht bei leichtem Wind und guter Sicht dazu kommen konnte, gibt es nicht.Es wird erwartet, dass die Yacht zum Start der nächsten Etappe nach Kapstadt wieder flott ist.

Unterdessen ist auch der deutsche Skipper Igor Gotlibovych (Kurzporträt)  im Ziel eingetroffen. Der 27-jährige Atomphysiker erreichte mit der “Qingdao” den starken zweiten Platz.

 

Herausforderung Clipper Race

Das Clipper Round The World Race gilt als härteste Amateur-Regatta der Welt. Die Ausgabe 2015/16 wird am 30. August in Großbritannien starten und dort nach ca. einem Jahr wieder enden. Die Flotte wird auf ihrem Weg um die Welt sechs Kontinente für mehr als 15 unterschiedlich gewertete Rennen anfahren. Das Clipper Race wurde 1996 von Sir Robin Knox-Johnston ins Leben gerufen und bringt Segler unterschiedlicher Nationen und sozialer Schichten zusammen. So segeln Taxifahrer mit Managern, Hebammen mit Feuerwehrmännern und Airline-Piloten mit Studenten. Einstiegsalter ist 18, es gibt jedoch “nach oben” kein Alterslimit: So ist der derzeit älteste gemeldete Segler 74 Jahre jung.

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Carsten Kemmling

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Ein Kommentar „Clipper Race: Etappensieger stranden nach dem Zieldurchgang in Rio“

  1. avatar Kluchschieter sagt:

    Sorry, ich moser ja sonst nicht über Satzfehler oder ähnliches, aber heute…. You made my day Carsten!

    Der Vorsprung von fast eineinhalb Tagen gegenüber Konkurrenz auf den elf übrigen Yachten betrug fast eineinhalb Tage.

    Super Beitrag, mehr davon! Like or Dislike: Daumen hoch 14 Daumen runter 0

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