Clipper Round The World Race: Amateur Yachties am Limit im Southern Ocean

Vom Brecher erwischt

Video vom Brecher + Interviews:

Beim Clipper Round The World Race, dem Hochsee-Rennen für Amateure auf zwölf 70 Fuß Einheitsyachten, ist es im Southern Ocean auf der “Great Britain” zu einer haarigen Szene gekommen als ein Brecher ins Cockpit einschlug.

Clipper Race

Die Crew der “Great Britain” kämpft auf dem Vorschiff. © Clipper Ventures PLC

“Ich saß im Cockpit, redete und sang fröhlich vor mich hin als ich plötzlich von eine großen Welle aus dem Nirgendwo niedergeschlagen wurde”, erzählt der Brite Jim Hendry. Die Welle ist im Video zu sehen. Das Schiff befindet sich auf der vierten von 16 Etappen um die Welt auf dem härtesten Stück von Kapstadt nach Albany in Australien.

Mitsgegler Ben Pate ist geschockt. “Ich sag Jim zu meiner Linken mit seinem Kopf in einer sehr eigenartigen Position. Es sah so aus, als würde er nicht mehr atmen. Ich rief ein paar Mal seinen Namen, aber er antwortete nicht. Erst nach einer Weile hustete er und begann wieder zu atmen.” Inzwischen ist Hendry wieder ohne Probleme im Einsatz.

Die gesante Clipper Flotte hatte mit heftigen Stürmen zu kämpfen. Es wurden Wind-Spitzen von 130 Knoten aufgezeichnet. Dabei kam es zu einigen leichten Verletzungen, aber immer noch sind alle zwölf Yachten im Einsatz.

Am 1. September ist die Flotte mit den zahlenden Crews in England gestartet. Rund 50.000 Euro kostet die gesamte Weltumsegelung in acht Etappen. Man kann aber auch nur eine Etappe buchen, die rund 6000 Euro kostet. Es kommen bis zum Jili 2014 zwischen 53 und 61 Segler pro Yacht zum Einsatz. Insgesamt segeln 673 Amateure auf den Schiffen. In drei Crew kommen deutsche Segler zum Einsatz.

Die gesamte Flotte der ehemaligen Clipper 68 Yachten ist für 2013 in modernere 70 Fußer umgetauscht worden. In Qingdao wurden zwölf von Tony Castro konstruierte Schiffe auf Kiel gelegt. Sie sind mit 31,7 Tonnen ebenfalls solide Schiffe, die aber bei entsprechenden Bedingungen aber auch die 30 Knoten Marke erreichen können.

Eventseite Clipper Round The World Race

avatar

Carsten Kemmling

Der Mann von der vordersten Front. Mehr zu ihm findest Du hier.
Spenden
http://nouveda.com

7 Kommentare zu „Clipper Round The World Race: Amateur Yachties am Limit im Southern Ocean“

  1. avatar BLAST sagt:

    “… im Southern Ocean…” & “Ich saß im Cockpit, redete und sang fröhlich vor mich hin als ich plötzlich von eine großen Welle aus dem Nirgendwo niedergeschlagen wurde”.

    Aus dem Nirgendwo?

    Naivling.

    Heisse Debatte. Was meinst du? Daumen hoch 7 Daumen runter 16

  2. avatar Klaus sagt:

    die Welle aus dem nirgendwo, oder doch nur der Anfall von Unkonzentriertheit des Steuermanns? (der im Anschluss auch eben nochmal eine Turbospirale hinlegt)

    Super Beitrag, mehr davon! Like or Dislike: Daumen hoch 14 Daumen runter 2

  3. avatar Alex sagt:

    Scheint mir auch nach dem Brecher eine nicht angesagte Halse bei 1:25 zu sein.
    Könnte durchaus sein dass sich da Leute eingekauft haben, die da nicht hin gehören.

    Heisse Debatte. Was meinst du? Daumen hoch 3 Daumen runter 5

  4. avatar Coase sagt:

    Ach ich würde euch echt gerne mal im Southern Ocean segeln sehen bei solchen Windverhältnissen. Ich bin gespannt ob ihr dann immernoch die Klugscheißer abgibt, die ihr hier seid…

    Super Beitrag, mehr davon! Like or Dislike: Daumen hoch 14 Daumen runter 4

    • avatar BLAST sagt:

      Ja, bin ich dann immer noch. Denn ich würde nach so einer Dusche nicht von “aus dem Nirgendwo” sprechen. Die Leute zahlen x kEuro dafür, das die mit einem Kahn mit einem Cockpit nicht viel besser auf einem Laser durch den Southern Ocean segeln dürfen. Was erwarten die?

      Denen war doch bewusst das so ein, zwei Bft. herrschen. Laut Aussage im Video 55kn Mittelwind und Böen mit 65-70kn.

      Meiner Meinung nach muss man (auch schon bei weniger Wind):
      1.: Entweder ständig selber ein Auge nach Luv haben. Nass aber sicherer.
      2.: Auf den Steuermann vertrauen können das er so etwas sieht und ansagt.

      Ich denke, hier krankt es an Nummer 2…

      Das hat nichts mit Klugscheissen zu tun. Sondern eher damit das ich nicht verstehe das so etwas als total ungewöhnlich dagestellt wird wenn man freiwillig in ein bekanntermassen anspruchvolles Seegebiet segelt.

      P.S.: Unterm Strich freuen sich die Jungs bestimmt insgeheim das sie ne tolle Story aus dem Southern Ocean mitbringen.

      Heisse Debatte. Was meinst du? Daumen hoch 5 Daumen runter 8

    • avatar Alex sagt:

      Es wird schon seinen Grund haben, dass Du uns dort nicht siehst.

      Aber Du hast sicher recht. Seit bei den Profis immer ne Kammera läuft und wir alle sehen wie es richtig geht, erwarten wir möglicherweise von Amateuren die sich in solche Regionen wagen, etwas zu viel.

      Ähnlichkeiten mit dem Mount Everest sind sicher rein zufällig.

      Like or Dislike: Daumen hoch 3 Daumen runter 1

  5. avatar Arnt Iskareen sagt:

    in der Patenthalse ist auch noch ganz locker das Backstag weggeflogen…. Da sollte keiner dazwischensitzen….

    Super Beitrag, mehr davon! Like or Dislike: Daumen hoch 5 Daumen runter 0

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Sicherheitsfrage (SPAM-Schutz): *