Corona-Absage: Keine Weltmeisterschaft der Optis in 2020 – EM im Oktober geplant

Ohne Optimismus

Das Exekutivkomitee der internationalen Optimisten-Klassenvereinigung (IODA) hat die Austragung der Weltmeisterschaft für dieses Jahr abgesagt. Die Unsicherheiten für internationale Reisen seien zu groß, um die WM weiter zu planen, heißt es.

Die IODA sagt das große Happening der Optis in diesem Jahr ab. Foto: IODA

Die Entscheidung ist ein harter Schlag insbesondere für die Segler, die sich in ihrem letzten Opti-Jahr befinden und noch einmal den ganz großen Coup landen wollten. Die IODA rät diesen Seglern nun in andere Bootsklassen zu wechseln und dort ihre Expertise in Erfolg umzusetzen. „Wir sehen die Enttäuschung der Optimisten-Segler, die sich in ihrem letzten Jahr für die Teilnahme an einer WM qualifiziert haben. Wir empfehlen, in anderen Klassen mit der gleichen Leidenschaft und Hingabe zu segeln wie im Optimisten.“

Ursprünglich war die WM im Juli am Gardasee geplant. Aber schon früh während der Pandemie war klar, dass die WM nicht zum geplanten Zeitpunkt hätte stattfinden können. Später wurde sie von den Ausrichtern komplett abgesagt. Die IODA schrieb daraufhin die WM erneut aus. Und es kamen immer drei Bewerbungen – aus Brasilien, Hongkong und Spanien. Wenig überraschend angesichts der jeweiligen Corona- oder politischen Situationen in den jeweiligen Ländern konnten die Auflagen der IODA erfüllt werden.

Die weltweite Spitze der Opti-Szene muss in diesem Jahr auf solche Bilder verzichten. Foto: IODA

„Diese Entscheidung beruht auf der Ansicht, dass die Gesundheit und Sicherheit unserer Segler oberste Priorität hat. Darüber hinaus muss eine Weltmeisterschaft integrativer und globaler Natur sein. In der heutigen Umgebung war dies mit Quarantänebeschränkungen und zu vielen Unsicherheiten nicht möglich“, so die Begründung der IODA.

Die internationale Opti-Szene konzentriert sich nun auf die Ausrichtung der kontinentalen Meisterschaften – darunter auch der Europameisterschaft. Auch de EM musste bereits verschoben werden. Ursprünglich war Tallin/Estland als Ausrichter festgesetzt. Aktuell ist sie in Slowenien vom 18. bis 25. Oktober geplant. Die südamerikanische Meisterschaft in Argentinien war im März nur eine Woche vor ihrer geplanten Ausrichtung gestoppt worden. Sie soll an gleicher Stelle zu einem noch festzulegenden Termin nachgeholt werden. Außerdem gibt es noch Planungen für eine asiatisch-ozeanische Meisterschaft in Sri Lanka.

Die Opti-EM soll nun im Oktober in Slowenien ausgetragen werden. Foto: IODA

Nach dem Ausfall des Saisonhöhepunkts muss nun auch in den nationalen Verbänden die Qualifikation für die internationalen Großereignisse überdacht werden. Aus Deutschland fahren üblicherweise die Top-5 zur WM und die folgenden 7 zur EM.

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