Corona: Nach der Zwangspause läuft die Meisterschaftssaison an

Kasüske erster Meister 2020

Die Saison der Jollensegler kommt erst spät in Fahrt. Doch für den Spätsommer und Herbst stehen noch einige Deutsche Meisterschaften auf dem Programm. Die Finns legten vor. 71 Teilnehmer kamen zur IDM auf dem Steinhuder Meer, und Phillip Kasüske sicherte sich den Titel.

Phillip Kasüske darf sich nach dem Ende seiner Olympia-Kampagne über den Sieg bei der Finn-IDM freuen. Foto: DSV/Lars Wehrmann

Der Plan für die Deutschen Meisterschaften 2020 ist unübersichtlich geworden. Die Klassen, die ihren Saisonhöhepunkt ohnehin auf den Herbst platziert hatten, sind in diesem Jahr klar im Vorteil. Etliche andere Klassen haben ihre Titelkämpfe nun in den Herbst verlegt, andere haben aber die Meisterschaft komplett abgesagt.

Unterdessen sind die ersten Titel 2020 vergeben worden. Nach den Surfern der Raceboard-Klasse, bei denen Louis Morris (Rheinische Windsurf Gemeinschaft) eine fast makellose Serie (sechs Siege, drei zweite Plätze) unter den 31 Startern fuhr, und der Vergabe des eSailing-Titels an Dirk Ditschke, konnten sich nun die Finns in Szene setzen.

Nach dem BFD im zweiten Rennen sicherte Max Kohlhoff zumindest Silber. Foto: Jesus Renedo/sailing energy

Ein sattes Feld von 71 Athleten aus sieben Nationen ging vor Steinhude an den Start. Bei extrem leichten Winden, die nur sechs statt der geplanten neun Wettfahrten zuließen, war das Feld nicht leicht zu handeln. Und so hagelte es BFDs, von denen auch die Spitzengruppe nicht verschont blieb. Titelverteidiger Max Kohlhoff erwischte es gleich in der zweiten Wettfahrt. Damit hatte er seinen Streicher bereits eingefahren. Vorteil für Phillip Kasüske, der mit einem Doppelsieg begann, einen zweiten und vierten Platz folgen ließ und sich dann den IDM-Gewinn durch einen zehnten und einen neunten Platz zum Abschluss nicht mehr nehmen ließ.

Max Kohlhoff ließ sich durch die Frühstart-Disqualifikation jedoch nicht aus dem Konzept bringen und sicherte sich mit zwei Tagessiegen den Silberrang vor Nick Heuwinkel. Zu den Geschlagenen zählten Ex-Weltmeister Thomas Schmid (4.) und der zweimalige OK-Weltmeister Andre Budzien (5.).

Während Kasüske seine Olympia-Ambitionen nach der Verlegung der Spiele aufgegeben hat, hofft Kohlhoff noch darauf, das letzte europäische Ticket für Tokio 2021 lösen zu können.

In den kommenden Wochen stehen nun weitere Meisterschaften an. Und so sieht der aktuelle DM-Plan aus:

  • 20. – 23. August: IDM 2.4mR (Wannsee, VSaW)
  • 31. August – 3. September: DJoM 49er/49erFX (Kiel, WuW)
  • 1. – 5. September: IDM Kielzugvogel (Waginger See, WSC)
  • 3. – 6. September: IDM OK-Jolle (Dümmer, SVH)
  • 5. – 8. September: IDM Seesegeln (Kiel, KYC)
  • 10. – 12. September: IDM Doublehand Offshore (Kiel, KYC)
  • 12. – 17. September: IDM Dyas (Unterhavel SpYC)
  • 16. – 20. September: IDM O-Jollen (Steinhuder Meer, SLSV)
  • 17. – 20. September: IDM 505er (Chiemsee, WSVF)
  • 25. – 27. September: IDJM O’pen Skiff (Surendorf, NWWS)
  • 29. September – 4. Oktober: IDM Laser (Zwenkauer See, RCZ)
  • 1. – 4. Oktober: IDJM 29er (Glücksburg, FSC)
  • 1. – 4. Oktober: IDM Conger (Dümmer, SVH)
  • 2. – 4. Oktober: IDJM Cadet (Salzhaff, SVAG)
  • 6. – 8. Oktober: IDM 49er/49erFX (Wannsee, VSaW)
  • 9. – 11. Oktober: IDM/IDJM Europe (Schweriner See, SYC)
  • 9. – 11. Oktober: IDM Flying Dutchman (Zwenkauer See, RCZ)
  • 10. – 14. Oktober: IDJM Pirat (Elbe, BSC)
  • 12. – 17. Oktober: IDM H-Boot (Baldeneyesee, ETuF)
  • 14. – 18. Oktober: IDJM 420er (Wannsee, PYC)
  • 23. – 25. Oktober: IDM Contender (Cospudener See, CYCM)
  • 24. – 27. Oktober: IDM/DjoM 470er (Bodensee, YCBL)
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Ralf Abratis

... ist unser Mann aus der "Segelhauptstadt" Kiel. Mehr zu ihm findest Du hier.

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