Dean Barkers Krebsdiagnose: Der härteste Kampf des America’s Cup Steuermanns

Sie sagten: Das wird schon wieder

Dean Barker ist einer der erfolgreichsten America’s Cup Segler und dennoch eine tragische Figur. Der langjährige Team New Zealand Skipper, der zuletzt für American Magic steuerte, enthüllt seine größte Herausforderung.

Dean barker

Dean Barker hatte zuletzt wenig zu Lachen beim Team New Zealand. © TNZ

Dean Barker (49) stand eigentlich immer auf der Sonnenseite des Segel-Universums (Porträt). Eine einzigartige Karriere im America’s Cup bescherte ihm große Erfolge und überdurchschnittliches Einkommen in seinem Sport. Dennoch sah man ihn selten lächeln. Das öffentliche Bild von ihm ist durch einen ins Leere gerichteten starrer Blick geprägt. Denn sein Gesicht wird auch mit den großen Kiwi-Niederlagen verbunden.

Unvergessen ist die 8:9-Niederlage gegen Oracle Team USA in San Francisco nach 1:8-Führung 2013. Zuvor war er die tragische Figur beim 0:5 gegen Alinghi 2003. Vier Jahre später siegte er zwar überragend im Louis Vuitton Finale 5:0 gegen Luna Rossa mit James Spithill, aber in Erinnerung ist die unglückliche 1-Sekunden-Niederlage (Video) gegen Alinghi im letzten Rennen. Die Serie ging 2:5 aus.

Nach der dramatischen Wende 2013 in San Francisco war Barker von der neuseeländischen Öffentlichkeit noch tröstend in die Arme genommen worden. Aber es folgte seine unsägliche Demontage. Plötzlich war er der enttäuschte alternde Star, der unwürdig per Fußtritt aus seinem Team befördert wurde.

Grant Dalton (l.) und Dean Barker haben sich offenbar nur noch wenig zu sagen. © TNZ

In der Folge bekam er für den Cup 2017 einen Job als Skipper beim Softbank Team Japan und agierte überwiegend glücklos. Dann erinnerte sich Terry Hutchinson an ihn, sein alter US-Taktiker aus Team New Zealand Zeiten (2007), als dieser für den New York Yacht Club das neue Team American Magic aufbaute. Barker steuerte den AC75 schließlich in die verhängnisvolle Kenterung, die das sportliche Ende der amerikanischen Cup-Träume besiegelt.

Sympathischer Kiwi-Skipper

Danach blieb es lange ruhig um den sympathischen Kiwi-Skipper und es war schließlich keine Überraschung,

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Carsten Kemmling

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