Die neuen Vendée Globe Projekte: Herrmanns härteste Konkurrenz im Überblick

Schleier gelüftet

Heute am 14. Februar ist das Anmeldeverfahren für die Vendée Globe 2024 eröffnet worden. Wer baut neu, wer stellt die größte Konkurrenz für Boris Herrmann dar?

11th Hour, der erste IMOCA der neuesten Generation, eigentlich gebaut für The Ocean Race. Mindestens 14 weitere Konstruktionen sollen folgen. © 11th Hour

Boris Herrmann verfügt bei der nächsten Vendée Globe über eines der am besten finanzierten Teams. 25 Vollzeitstellen konnte er in seine Kampagne integrieren, wie er im jüngsten Interview berichtet. Jemand wie Mitfavorit Yoann Richomme (Paprec Arkea) kommt nach eigenen Angaben auf 20 Zuarbeiter, Transat-Jacque-Vabre-Sieger Thomas Ruyant auf 12 bei LinkedOut/Advens.

Dabei lüftet sich mehr und mehr der Schleier über der Konkurrenz. Denn seit heute – 1000 Tage vor dem nächsten Start – zeichnet sich ab, wer 2024 zu den härtesten Gegnern zählt. Der Veranstalter nimmt nun Anmeldungen an und die Verantwortlichen der Projekte müssen sich outen, die einen der limitierten 40 Starter-Plätze bekommen wollen.

Der Anmeldeprozess ist so klar strukturiert wie nie, auch weil nach dem großen Erfolg der vergangenen Regatta mit 33 Startern die Nachfrage deutlich gestiegen ist. Die Meldeliste ist bis zum 2. Oktober 2023 geöffnet und mindestens 45 Projekte bemühen sich, Teil der nächsten Vendée Globe zu werden. Es gilt, bis zum Juli 2024 die notwendigen Qualifikationsmeilen zusammenzukommen.

Regattameilen sammeln

Dafür müssen insbesondere die potenziellen Kandidaten viele Regattameilen sammeln, die mit Gebrauchtbooten ins Rennen gehen. Es werden die Strecken addiert, die sie bei den zwölf IMOCA-Rennen im Zeitraum von November 2021 bis Juli 2024 haben und dann mit Koeffizienten unterschiedlich gerankt. Dadurch soll sich auch der gesamte IMOCA-Regattazirkus durch größere Flotten aufwerten. Ein Rennen wie das New-York-Vendée-Rennen über den Atlantik im Juli 2024 wird mit dem höchsten Faktor 1,5 belegt. Es wird damit zu einer echten Generalprobe.

Für die 15 geplanten Neubau-Projekte gilt eine andere Rege. Die ersten 13 fertiggestellten Yachten erhalten automatisch einen Platz, wenn sie an mindestens einem der definierten fünf Qualifikationsrennen teilnehmen – Vendée Arctique (Juni 2022), Route du Rhum (2022), Rückrennen der Transat Jacques Vabre (2023), Transat CIC Brest USA (Mai 2024), New York – Vendée (Juli 2024).

Die Redaktion von Ouest-France hat einen Überblick zusammengetragen zu mindestens 44 ernsthaft fortgeschrittenen Projekten, die eine Teilnahme vorbereiten. Sie hält zwei bis drei weitere Initiativen für möglich, die in den nächsten Wochen bekannt werden können.

Neue Boote im Bau:

-Jérémie Beyou (Charal 2), Design: Manuard

-Boris Herrmann (Zürich – Schütz), VPLP

-Yoann Richomme

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Carsten Kemmling

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