Extreme Sailing: Erste GC32 Kenterungen beim Finale in Sydney – 36 Knoten Highspeed

Am Limit

Beim Finale der Extreme Sailing Series hat sich das Revier in Sydney von seiner spektakulären Seite gezeigt. Am Eröffnungstag kam es mit den GC32 Foilern gleich zu zwei Kenterungen.

Extreme Sailing Series, Kenterung

Das Land Rover Jugendteam geht kopfüber. © Jesus Renedo/Lloyd Images

Land Rover BAR Academy (GBR) und Visit Madeira (POR) gingen kopfüber bei Windgeschwindigkeiten um 22 Knoten.  Während beim Betrachter immer noch das Herz stehen bleibt, wenn sich Foiler überschlagen – das Unglück von Artemis beim America’s Cup 2013 ist noch präsent  – bemüht sich der Veranstalter schnellstmöglich, zu erklären, dass die Sicherheitsmaßnahmen gegriffen haben. Niemand wurde verletzt.

Nun sind die 32 Fußer auch nicht mit den ehemaligen AC Cuppern vergleichbar, aber die hohen Geschwindigkeiten mit bis zu 36 Knoten können durchaus Anlass zur Sorge bereiten. Lange Zeit hat die Extreme Sailing Series darauf beharrt, dass die GC32 zu gefährlich für die kleinen Kurse sind, insbesondere bei Bedingungen am Limit. Spät entschieden sie sich dann doch dafür, auf den Foiler-Zug aufzuspringen.

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Klassischer Stecker. © Jesus Renedo/Lloyd Images

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Die Portugiesen machen die Grätsche. © Jesus Renedo/Lloyd Images

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…In einer Böe können sie nicht abfallen, wegen eines Bootes in Lee. © Jesus Renedo/Lloyd Images

Jetzt zeigt sich, dass die Sicherheit auch im Falle von Kenterungen offenbar einigermaßen kalkulierbar ist. Niemand wurde verletzt und die Katamarane konnten schnell wieder aufgerichtet werden, ohne größere Schäden zu erleiden. Als aber schließlich 29 Knoten über den Rennkurs fegten brach Wettfahrtleiter Phil Lawrence die Rennen für den Tag ab.

Visit Madeira Skipper Diogo Cayolla sagt zu der Kenterung: “Es hat da draußen viel Spaß gemacht. Als wir im dritten Rennen an der Luvtonne abfallen wollten, war da ein anderes Schiff, und wir mussten ausweichen. Dann haute noch eine Böe rein und wir kenterten.”

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Feuchtes Vergnügen bei Oman Air. © Jesus Renedo/Lloyd Images

Land Rover BAR Academy Skipper Neil Hunter, der gerade von Ainslie in die America’s Cup Auswahl berufen wurde, berichtet, dass sein Überschlag auf ähnliche Weise zustande gekommen ist. Er weist darauf hin, dass es die erste Kenterung nach acht Extreme Sailing Series Regatten ist.

An der Spitze duellieren sich Oman Air und Alinghi um den Gesamtsieg. Nach dem ersten Tag liegt Alinghi knapp vorne.

Event Website Extreme Sailing Series

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Wenn der Luvrumpf ins Wasser klatscht.© Jesus Renedo/Lloyd Images

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Extreme Bedingungen in Sydney. © Jesus Renedo/Lloyd Images

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Feuchtes Vergnügen bei Oman Air. © Jesus Renedo/Lloyd Images

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Der Zweikampf zwischen Alinghi und Oman Air um den Gesamtsieg.© Jesus Renedo/Lloyd Images

 

 

Extreme Sailing Series™ Act 8, Sydney standings after Day 1, 3 races (08.12.16)

1st Alinghi (SUI) Arnaud Psarofaghis, Nicolas Charbonnier, Timothé Lapauw, Nils Frei, Yves Detrey 34 points.
2nd Oman Air (OMA) Morgan Larson, Pete Greenhalgh, James Wierzbowski, Ed Smyth, Nasser Al Mashari 31 points.
3rd Red Bull Sailing Team (AUT) Roman Hagara, Hans Peter Steinacher, Stewart Dodson, Adam Piggott, Brad Farrand 29 points.
4th SAP Extreme Sailing Team (DEN) Jes Gram-Hansen, Rasmus Køstner, Mads Emil Stephensen, Pierluigi De Felice, Renato Conde 23 points.
5th RNZYS Lautrec Racing (NZL) Chris Steele, Graeme Sutherland, Shane Diviney, Luca Hyatt Brown, Harry Hull 21 points.
6th Land Rover BAR Academy (GBR) Neil Hunter, Chris Taylor, Will Alloway, Sam Batten, Rob Bunce 20 points.
7th Visit Madeira (POR) Diogo Cayolla, Frederico Mello, Gilberto Conde, Luís Brito, Tom Buggy 18 points.
8th Team Australia (AUS) Sean Langman, Seve Jarvin, Marcus Ashley-Jones, Gerard Smith, Rhys Mara 17 points.

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Carsten Kemmling

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