Extreme Sailing Series: Wenige große Namen aber Segel-Spektakel in Hamburg

Präsentation bei den PS-Protzern

Doppelolympiasieger Roman Hagara im SR Interview:

Der MSC Vorsitzende Oliver Kosanke ist Gastgeber für den Act 5 auf der Hamburger Elbe:

Auf der boot in Düsseldorf hat die Extreme Sailing Series angekündigt, nach Hamburg auf die Elbe kommen zu wollen. Ansonsten musste die Regatta aber einen schmerzlichen Aderlass hinnehmen.

Action bei der Extreme Sailing Series 2015 auch in Hamburg. © Lloyd Images

Action bei der Extreme Sailing Series 2015 auch in Hamburg. © Lloyd Images

Halle 6, das ist mal kein gutes Zeichen. In der hintersten Ecke des Düsseldorfer boot Geländes soll die Extreme Sailing Series vorgestellt werden. Mitten im Reich der PS Protzer. Dort, wohin sich der segelinteressierte Mensch nur inkognito verirrt, um gesellschaftliche Abgründe zu erforschen.

So laufen einem auf dem Weg zur Pressekonferenz solche Gestalten über den Weg, die bestens in eine RTL Soap passen würden.

Video von der Pressekonferenz:

Ob das die Zielgruppe von Land Rover sein soll? Die Briten haben ihren Stand in diesem Winkel der Wassersport-Welt aufgeschlagen. Man darf ihnen ja dankbar sein, dass sie diese hübsche Segelserie am Leben halten. Aber die Motor-Freunde dürften sich von den Zweirümpfern schwerlich begeistern lassen.

Die besten Segler fehlen

Es ist ohnehin etwas schwierig, sich von dieser Profi Rennserie mitreißen zu lassen. Es gibt kein deutsches Team mehr, seit Roland Gäbler nicht mehr dabei ist. Und jetzt fehlt auch noch die Qualität an der Spitze. Das große Zugpferd ist Alinghi ausgestiegen. Die America’s Cup Teams von Ainslie, Team New Zealand und Groupama sind weg und auch die drittplazierten Schweizer vom Realteam wollen nicht mehr. Damit fehlen vier der vergangenen Top fünf Teams.

extreme sailing

Die neuen Extreme Sailing Skipper bei der Pressekonferenz in der Mobo-Halle. © SegelReporter

Da mag die Präsentatorin Hannah White noch so “super exited” sein und ihre “mega große Begeisterung” über die aktuellen Teilnehmer verkünden. Sie macht professionell ihren Job, aber die gespielte Euphorie passt nicht zum Stand der Serie.

Den Ausfall der Cup-Teams musste man erwarten. Sie sind ab sofort mit ihren AC45 auf Foils unterwegs. Aber der Rückzieher der beiden Schweizer Teams ist eine große Enttäuschung.

Das Spektakel funktioniert

Aber es gibt sie noch, die Extreme Sailing Series. Und das ist die beste Nachricht für die Serie. Die Veranstalter machen einen guten Job, indem sie es schaffen, Jahr für Jahr eine weitere Auflage zu präsentieren. Das Spektakel funktioniert besonders als Live-Attraktion.

Deshalb dürfen sich besonders die Hamburger freuen, die im August auf der Elbe eine echte Show geboten bekommen. Enge Manöver, Kollisionen und schnelles Segeln zum Anfassen. Ihnen wird es egal sein, dass die eigentliche Show im Segeln heutzutage auf Tragflächen stattfindet.

Zu diesem Schritt konnten sich die Macher der Serie nicht durchringen. Die X40 Katamarane gehören mittlerweile zum alten Eisen. Dabei wäre eine Kooperation mit der GC32 Klasse naheliegend gewesen. Die machen nun ihr eigenes Ding und rasen Ende Juli in Kiel auf ihren Flügeln über die Innenförde.

Flotte geschrumpft

Die Flotte ist von elf auf acht regelmäßig teilnehmende Teams geschrumpft. Als Lückenbüßer für die ausgefallenen Teams sind Türken und Italiener dabei. Ein weiteres Boot soll allerdings noch benannt werden. Und bei den jeweiligen Tour-Stopps soll wie bisher auch ein lokales Team mitsegeln.

Das hatte mangels Training zwar bisher selten eine Chance, aber es gibt den Event-Gastgebern etwas Lokalkolorid. Auch in Hamburg soll ein deutsches Team starten. Die Crew steht aber noch nicht fest.

Match Race Weltmeister versucht es noch mal

Ein echter “bester Segler der Welt” ist Match Race Weltmeister Ian Williams, der bei seinen bisherigen X40 Auftritten für das Pindar Team allerdings gnadenlos hinterher segelte. Ob er es jetzt noch einmal ernsthaft versucht?

Spannend ist auch das italienische Team, das erst zwei Tage vor der Pressekonferenz zugesagt hat. Steuern soll Lorenzo Bressani, der beim Champions League Auftakt nur knapp gegen die Dänen verlor, zweimaliger Melges 24 Weltmeister ist und eine olympische Nacra Kampagne gestartet hat.

Neu dabei ist auf dem zweiten Oman Boot auch der Brite Stephen Morrison, der 2007 49er Weltmeister wurde auch 2014 in der Weltspitze segelte. In der Weltrangliste liegt er aktuell auf Rang 5. Gar nichts weiß man über die Türken und ihren Skipper Edhem Dirvana. Für sie ist der Auftritt bei der Extreme Sailing Series eine große Herausforderung.

 

Die Pressemitteilung:

Die Extreme Sailing Series™ kehrt 2015 nach Deutschland zurück – Hamburg wird neuer Austragungsort

Die Extreme Sailing Series hat das Programm für 2015 angekündigt: Auf ihrer Welt-Tour macht die preisgekrönte Stadion-Rennserie, die in diesem Jahr in ihre neunte Saison geht, an acht spektakulären Austragungsorten auf drei Kontinenten Station. Mit Hamburg befindet sich darunter erstmals seit 2010 wieder eine deutsche Stadt. Wie im Vorjahr wird ein hochkarätiges Feld mit acht Teams aus sieben Nationen an den Start gehen. Schon in wenigen Wochen werden die Segler wie moderne Gladiatoren in das erste Amphitheater einziehen und den Kampf um den prestigeträchtigen Titel des Champions der 2015 Extreme Sailing Series aufnehmen.

20. Januar 2015, boot Düsseldorf. Die Qualität der Extreme 40 Skipper und Mannschaften, die am Dienstag auf der boot Düsseldorf den Medien und der Öffentlichkeit vorgestellt wurden, belegt den hohen sportlichen Anspruch der anstehenden Saison. Der wirtschaftliche und sportliche Ehrgeiz der originalen Stadion-Rennserie ist ungebrochen. „Die Series hat sich unter den führenden Weltklasse-Veranstaltungen des professionellen Segelsports dauerhaft etabliert. Wir haben uns diesen Ruf erarbeitet, indem wir konsequent auf die besten Segler der Welt, auf die Unterstützung durch Welt-Marken sowie auf herausragende, weltbekannte Austragungsorte gesetzt haben. Unsere weltweite Series findet verlässlich jedes Jahr statt“, betonte Mark Turner, der Executive Chairman des Veranstalters OC Sport. „Der Markenkern unserer Series bleibt unverändert – wir tragen packende Rennen in einem Stadion-artigen Umfeld direkt vor dem Publikum aus. Es gibt aber auch weiterhin viel zu tun. Wir müssen innovativ bleiben, immer wieder Neuland betreten und die Wahrnehmung unseres Sports in den Augen der Menschen verändern. Wir müssen neue Wege finden, diese Menschen teilhaben zu lassen, und müssen uns in der ganzen Welt ein neues Publikum erschließen. Das ist die Herausforderung, der wir uns stellen.“

Die Welt-Tour der preisgekrönten Series, die vom Weltsegelverband ISAF als „ISAF Special Event“ klassifiziert wurde, wird ermöglicht durch die nachhaltige Unterstützung ihrer Partner, ihrer Austragungsorte und ihrer Teams. Mark Cameron, Jaguar Land Rover Global Brand Experience Director, sagte dazu: „Die Rennen der Extreme Sailing Series sind extrem rasant und spannend. Es ist großartig, zu erleben, wie einige der besten Segler der Welt unter diesen spektakulären Bedingungen gegeneinander antreten. Die Boote sind schnell und robust und müssen, genau wie unsere Autos, mit allen Bedingungen zu Recht kommen. Wir freuen uns sehr auf die Spannung und den Nervenkitzel, den die Series auch 2015 verspricht.“

Eine Tour über elf Monate und die Rückkehr nach Deutschland

Die Extreme Sailing Series wird 2015 nach Deutschland zurückkehren: Act 5 wird vom 23. bis 26. Juli in Hamburg ausgetragen. Es ist das erste Mal seit fünf Jahren, dass die Extreme 40s zu Rennen nach Deutschland kommen – für Hamburg ist es das Tour-Debüt. Die Wettfahrten in der segelbegeisterten norddeutschen Millionen-Stadt werden auf der Elbe vor der spektakulären HafenCity und dem neuen Wahrzeichen der Stadt, der Elbphilharmonie, ausgetragen. Die Segler müssen sich auf ein anspruchsvolles Revier mit starken Tidenströmungen und viel Berufsschifffahrt einstellen. Prof. Jürgen Bruns-Berentelg, Vorsitzender der Geschäftsführung der HafenCity Hamburg GmbH sagte dazu: „Mit der Extreme Sailing Series macht 2015 die bestbesetzte und dynamischste Segelserie der Welt Station in der HafenCity und unterstreicht damit erneut die besondere Bedeutung Hamburgs als internationale Sportmetropole. Wir freuen uns schon jetzt auf spannende Wettkämpfe mit Olympiamedaillengewinnern, America‘s-Cup-Teilnehmern sowie mehreren Welt- und Europameistern vor der beeindruckenden Kulisse der HafenCity, einem der größten und innovativsten innerstädtischen Stadtentwicklungsprojekte weltweit.“

Deutschland ist auch ein Schlüsselmarkt für den Series Main Partner Land Rover.

Christian Uhrig, Marketing Leiter Land Rover Deutschland sagte: „Wir sind begeistert, dass wir die Extreme Sailing Series in diesem Jahr nach Deutschland bringen. Hamburg ist als Hafenmetropole der perfekte Ort, um den Zuschauern diesen außergewöhnlichen und spannenden Sport näher zu bringen. Die Extreme Sailing Series ist der ideale Partner für Land Rover: Neben dem Abenteuer-Gen und dem Pioniergeist teilen beide Marken technische Innovationen, zukunftsweisendes Design sowie außergewöhnliches Leistungsvermögen.”

Auch die Segler freuen sich darauf, nach Deutschland zurückzukehren: „Wir sind im Laufe unserer Karriere oft in Deutschland gesegelt und wir lieben die anspruchsvollen Reviere dort“, sagte Rasmus Kostner, Co-Skipper von SAP Extreme Sailing Team. „Ein großer Pluspunkt ist auch die ausgeprägte Segelbegeisterung in Deutschland. Es wird sicherlich toll, neben unseren langjährigen Anhängern auch neue Fans zu begeistern.“

Im zweiten Jahr in Folge ist Singapur – mit Unterstützung von Aberdeen Asset Management – Gastgeber der Auftaktveranstaltung. Act 1 beginnt am 5. Februar. Die Extreme 40s treten bereits zum vierten Mal in Singapur an. Gesegelt wird wieder auf der weltbekannten Marina Bay, dem ultimativen innerstädtischen Segelstadion. Anschließend geht es zu Act 2 in Maskat, der Hauptstadt des Sultanats Oman und weiter zu Act 3 in Chinas olympischer Segelstadt Qingdao. Beide Städte sind langjährige Unterstützer der Series und tragen seit 2011 alljährlich einen Act aus. Cardiff ist wieder der Austragungsort des Vereinigten Königreichs, allerdings findet das Event dort in diesem Jahr bereits im Juni statt. Danach geht es dann nach Hamburg, dem neuen deutschen Schauplatz. Es folgt St. Petersburg. Die russische Kulturmetropole ist zum zweiten Mal in Folge dabei. Weiter geht es in die Türkei, bevor dann im Dezember die Saison mit dem letzten Act in Australien beschlossen wird.

Acht Mannschaften aus sieben Nationen am Start

Der Wettkampf auf dem Wasser bietet immer viel Action, ist äußerst spannend und wird von den Teams mit entsprechend harten Bandagen ausgefochten. Das hat seine Ursache: Im Starterfeld sind viele der besten Segler der Welt dabei – Olympiasieger, Weltmeister und America’s-Cup-Veteranen. Diese Segler repräsentieren die absolute Leistungsspitze ihres Sports. In der Saison 2015 werden neue Segler hinzustoßen, und die Entscheidung auf dem Wasser dürfte nach dem Rückzug von Titelverteidiger Alinghi, der nach fünf erfolgreichen Saisons neue Herausforderungen sucht, besonders offen sein. Die verbesserte Aussicht auf einen Podestplatz dürfte neue wie alte Teams gehörig anstacheln. Alinghi lobte zum Abschied noch einmal die Series: „In der Extreme Sailing Series zu segeln, war elektrisierend. Die Austragungsorte waren herausragend, die Zahl der begeisterten Zuschauer gewaltig und die Organisation erstklassig. Vor allem aber waren die Wettkämpfe packend, auf höchstem Niveau, und es hat einfach Spaß gemacht, dabei zu sein“, sagte Alinghis Team-Chef Ernesto Bertarelli.

Auf GAC Pindar werden sich der Australier Seve Jarvin, der Steuermann von 2014, und der Brite Ian Williams die Aufgaben am Steuer teilen. Roman Hagara aus Österreich wird als Steuermann des Red Bull Sailing Team bereits seine sechste Saison in der Extreme Sailing Series bestreiten. Er nannte ein klares Ziel: „Unsere Absicht ist es, die Series zu gewinnen!“

Das von den Dänen Jes Gram-Hansen und Rasmus Køstner angeführte SAP Extreme Sailing Team freut sich auf seine vierte Saison und will sich in diesem Jahr weiter verbessern und in der Gesamtwertung nach vorne schieben: „Jes Gram-Hansen und ich kehren nach einem harten Jahr 2014 zurück. Wir wissen, dass wir mehr können“, kommentierte Rasmus Kostner. „Wir verfolgen nach wie vor den Anspruch, einen Platz auf dem Siegerpodest zu erobern. Wir melden uns mit einem starken Team und einem intensiven Trainingsplan zurück, der uns darauf einstimmen soll, um jeden einzelnen Punkt zu kämpfen.“ Auch ein italienisches Team wird in diesem Jahr an den Start gehen: Das Lino Sonego Team Italia wird von dem mehrfachen Weltmeister Lorenzo Bressani angeführt. Das Gazprom Team Russia war erstmals 2014 in St. Petersburg angetreten. Unter der Führung von Igor Lisovenko wird es in diesem Jahr die gesamte Saison absolvieren. Auch Oman Air ist wieder am Start, angeführt vom britischen Steuermann Stevie Morrison. Aus demselben Rennstall stammt der zweifache Gesamtsieger und Vorjahreszweite The Wave, Muscat, bei dem abermals Leigh McMillan als Steuermann dabei ist. Nach einer ersten „Testfahrt“ beim Act in Istanbul im vergangenen Jahr, geht auch das Team Turx mit Skipper Edhem Dirana 2015 wieder ins Rennen. „Wir haben die Ehre, als erstes türkisches Segel-Team auf diesem Niveau teilnehmen zu dürfen“, sagte Dirana. „Die Extreme Sailing Series hat sich von Jahr zu Jahr weiterentwickelt und ist eines der am schwersten zu gewinnenden Rennen. Mit den Jahren hat dieser Wettbewerb das Segeln immer weiter nach vorne getrieben und zu einem echten Hochleistungssport entwickelt. Jeder Segler träumt davon, hier dabei sein zu dürfen.“

Bei Act 1 in Singapur, der von Aberdeen Asset Management unterstützt wird, wird zusätzlich als Heimmannschaft das Team Aberdeen mit Skipper Nick Moloney teilnehmen, der schon 2007, im ersten Jahr der Series, dabei war.

Land Rover Above and Beyond Award

Land Rover Markenbotschafterin Hannah White präsentierte auf der boot Düsseldorf den Gesamtsieger des 2014 Above and Beyond Award. Mit dem Above and Beyond Award wurde 2014 bei jedem Act das Team ausgezeichnet, das in besonderer Weise seglerisches Können mit Sportsgeist und Stärke verband. Die Trophäe erwies sich als sehr begehrenswert. Es setzte sich schließlich mit Erfolgen oder Nennungen bei fünf von sechs Awards Oman Sail durch. Als Chairman des Above and Beyond Comittees sagte dazu Hannah White: „Mit seiner Hingabe an dieses Event und an diesen Sport und mit seiner Leistung in der gesamten Saison auf dem Wasser und an Land setzt dieses aus zwei Mannschaften bestehende Syndikat Maßstäbe. Sie sind durch ihre Professionalität, ihre Leistung und ihre Kameradschaft ein leuchtendes Beispiel für die Welt des Sports. Wir freuen uns darauf, auch 2015 den Above and Beyond Award verleihen zu dürfen.“

Mehr dazu hier.

20. Januar – Düsseldorf
Die Austragungsorte der Extreme Sailing Series™
Act 1: Singapur, 5. bis 8. Februar
Act 2: Maskat/Oman, 11. bis 14. März
Act 3: Qingdao/China, 1. bis 4. Mai
Act 4: Cardiff/UK, 18. bis 21. Juni
Act 5: Hamburg, 23. bis 26. Juli
Act 6: Sankt Petersburg/Russland,20. bis 23. August
Act 7: Istanbul/Türkei, 1. bis 4. Oktober
Act 8: Australien, 10. bis 13. Dezember

Extreme Sailing Series™ 2015, Teams and Skipper:
Team / Skipper
GAC Pindar (AUS/GBR) – Seve Jarvin (AUS)
/ Ian Williams (GBR)
Gazprom Team Russia (RUS) – Igor Lisovenko (RUS)
Lino Sonego Team Italia (ITA) – Lorenzo Bressani (ITA)
Oman Air (OMA) – Stevie Morrison (GBR)
Red Bull Sailing Team (AUT) – Roman Hagara (AUT)
SAP Extreme Sailing Team (DEN) – Jes Gram-Hansen (DEN) /Rasmus Kostner (DEN)
Team Turx (TUR) – Edhem Dirvana (TUR)
The Wave, Muscat (OMA) – Leigh McMillan (GBR)

Act 1 Heimmannschaft: Team Aberdeen (SIN) – Nick Moloney (AUS)

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Carsten Kemmling

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5 Kommentare zu „Extreme Sailing Series: Wenige große Namen aber Segel-Spektakel in Hamburg“

  1. avatar RVK sagt:

    Die Türken sind zu vernachlässigen. Edhem ist ein ambitionierter Sohn aus gutem Hause, mit wenig Regatta-Erfahrung. Er hat vor einigen Jahren den Bozuburun Yacht Club in der Ägäis gegründet. Was toll klingt, ist bei näherer Betrachtung ein kleines Boutique Hotel mit angeschlossenem Steg. An just diesem liegt ein Trimaran und ein alter Formula40 Cat aus den 90ern, den Edhem ahnungslosen Türken gerne als Extreme40 verkauft. Edhem sollte letztes Jahr in der Türkei den Extreme40 steuern. Auf Betreiben der anderen Skipper wurde dies aber vom Veranstalter verboten und Taktiker Booth an die Pinne gesetzt. Das führte wohl zu allerlei Unstimmigkeiten. Auch mit dem Hauptsponsor Arkas.

    Sponsor Arkas ist die größte Spedition der Türkei. Der Eigner segelt selbst und hat sich letztes Jahr die alte Keronimo (Ker40) aus England geholt, mit der er aber trotz Profi-Mannschaft bisher eher hinter her fährt. Im Winter wird nun auf verschiedenen Events (Marmaris und Bodrum Winter Series) mit verschiedenen Booten mit Profi-Mannschaft trainiert. Ziel ist es, dass man an internationalen Regatten teilnehmen will.

    Daher auch der Wechsel im Extreme40 Sponsoring von Arkas zu Beko. Hinter denen steht der Arcelik Konzern, einer der größten türkischen Hersteller von Elektroartikeln. Wie lange die aber da zuschießen ist auch ungewiss. Türkische Segel-Medien haben bis jetzt auch noch nicht von einer vollen Teilnahme an allen Events geschrieben.

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    • avatar Carsten Kemmling sagt:

      Klasse! vielen dank für die zusatzinfo aus der türkischen szene.

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  2. avatar Fastnetwinner sagt:

    Lieber eine Show im Hafen, als ein Hafen ohne Show! Selbst wenn nur die D-Jugend aus Hinterposemuckel antritt bin ich mir sicher, dass der Event unter Leitung von Blankeneses größtem Segel-Club der Sport und Event-Stadt Hamburg gut tun wird. Das ist seit dem “La Poste” vs. “Merit” Match-Race das erste internationale Event im Hafen überhaupt.

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  3. avatar Super-Spät-Segler sagt:

    Cool! Endlich kann ich die Dinger mal Live sehen!
    Die Videos von den Rennen sind ja leider selbst für mich als großen Cat-Fan absolut unattraktiv.

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  4. avatar Hurghamann sagt:

    Da können wir dann nur noch für Wind beeten. Topfschlagen zwischen den Abdeckungen der Hafencity und Oswaldkai bei zwei Knoten Wind und 3 Knoten Strom macht auch bei solchen Maschinen keinen Spass.
    Na , da kommt dann der alte Segelschiffhafen wieder zu Ehren.
    ToiToi, wird schon schiefgehen.

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