Extremsport: Ski-Freeride-Star Aurélien Ducroz will zur Vendée Globe

„Bergsegler sind Adrenalinjunkies“

Letztes Freeride World Tour-Rennen von Ducroz, mit spektakulärem Abgang – Francois Gabart fiebert mit!

von AurelienDucroz

Aurelén Ducroz, Mini 6.50, Vendée Globe

Bergsegler haben zwei Passionen: Skifoan und Segeln © Dan Ferrer

 

Ein Mann, zwei Karrieren: Als Ski-Freeride–Weltmeister und Mini-6,50-Segler. Ab sofort konzentriert sich Ducroz vor allem auf die Weltmeere.

Die Berge und das Meer. Zwei Extreme, die auf den ersten Blick kaum Gemeinsamkeiten haben. Doch wenn das „Bindeglied“ Mensch sie mit Passion, Kreativität und Abenteuerlust zusammenführt, eröffnen sich ungeahnte Möglichkeiten. Emotionaler Stoff, aus dem die Träume sind – zumindest für Adrenalinjunkies.

In Frankreich ist die Mischung aus Berg- und Salzwassersport schon seit Jahrzehnten Normalität. Erfolgreiche Offshore-Regattasegler sind „zur Abwechslung“ gerne ambitioniert auf Skiern unterwegs, siegreiche Skifahrer im Sommer öfter auf dem Wasser.

Aurelén Ducroz, Mini 6.50, Vendée Globe

Von den Bergen auf die See © Dan Ferrer

Aurélien Ducroz (31) ist einer, der sich allein mit dieser Art der Abwechslung nie zufrieden gab. Er will in beiden Extremen extrem sein und bis ans Limit gehen.

In Chamonix, im Schatten des Mont Blanc geboren, führt ihn seine erste Passion an den Berg. Als Freeride-Pionier auf Skiern macht er den Sport in Frankreich und Europa populär, wird zwei Mal Weltmeister, ärgert sich über einen Vizetitel und fünf dritte Ränge und steht vier Mal bei Weltcups ganz oben auf dem Treppchen. Doch nach seiner zehnten Saison als Freeride-Superchamp sollte Schluss sein, das war schon lange abgemachte Sache. Er glaubt, es gibt wichtigere Dinge im Leben, als sich auf zwei Skiern in die Fast-Vertikale der Bergwände zu stürzen.

Als Skifahrer zum Segeln = Bergsegler

Wie zum Beispiel Segeln. Mit Mitte Zwanzig fährt er erste Regatten, seriös, draußen auf dem Atlantik. Er zeigt Talent, sucht (logisch) die Extreme und wird als Adrenalinjunkie der Berge mit offenen Armen in die Reihen der Süchtigen der Meere aufgenommen.

2011 segelt er beim Mini Transat 2011 auf einem Lombard-Prototypen die erste Etappe mit, muss aber nach einem Ruderschaden aufgeben bevor es über den Teich geht. Bei anderen Mini-Regatten kommt er im soliden Mittelfeld an. 2012 regattiert er bei Quebec-St. Malo erstmals auf einer Class 40 und wird mit Eric Peron und Thomas le Breton 14ter.

Aurelén Ducroz, Mini 6.50, Vendée Globe

Erst Weltmeister im Freeride, bald Vendée Globe-Sieger? © Dan Ferrer

„Das sind keineswegs Resultate, die mich jubeln lassen, aber ich fühle, dass ich beim Segeln angekommen bin,“ sagte er in einem TV-Interview. „Das Meer, diese unendliche Weite faszinieren mich. Und ich will hart daran arbeiten, dass ich diese Weiten so schnell wie möglich unter Segeln durchqueren kann!“

2009 gründet der Vater von zwei kleinen Kindern „Latitude Neige/Longitude Mer“ (Breitengrad Schnee, Längengrad Meer), eine Gesellschaft mit dem Ziel, Berg und Meer einander näher zu bringen.

Aurélien initiiert Expeditionen wie etwa zu den Lofoten, die von Dokumentarfilmern begleitet wurden und im französischen TV für höchste Aufmerksamkeit sorgten. Unter Segeln Richtung Norden, um sich dann auf Skiern „jungfräuliche“ Steilhänge hinab zu stürzen, „wir nennen uns Bergsegler, unser Name ist Programm!“

Teaser “Trip zu den Lofoten”
von AurelienDucroz

 

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Michael Kunst

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