Extremsport: Ski-Freeride-Star Aurélien Ducroz will zur Vendée Globe

„Bergsegler sind Adrenalinjunkies“

Hauptsache wild © Dan Ferrer

Das Adrenalin-Trio

Doch seine eigentliche Faszination gilt dem Meer. Nachdem in diesem Winter seine Freeride-Abschieds-WM aufgrund eines Sturzes gründlich daneben gegangen war, will er sich nunmehr verstärkt auf seine seglerischen Ambitionen konzentrieren. „Es wird wieder einige Abenteuer-Dokumentarfilme mit der Kombination aus Berg und Meer geben, aber mein großes Ziel heißt Vendée Globe 2016!“  Nicht mehr und nicht weniger.

Hierfür nahm Aurélien vor drei Tagen seine beiden Kumpel Eric Loizeau und Luc Alphand bei „Latitude Neige/Longitude Mer“ auf – eine Idee, die irgendwo in einer Skihütte bei einer Bergsteigerei in den Alpen geboren wurde. Loizeau (64) war früher Profi-Skipper (auch unter Tabarly, Sieg bei mehreren Transats), der in den Neunzigern vom Segeln zum Bergsteigen  wechselte und 2003 den Mount Everest bestieg.

aurélien Ducroz, Mini 6.50, Vendée Globe

Von der Vertikalen in die (fast) Horizontale © Dan Ferrer

Luc Alphand war in den Neunzigern der erfolgreichste Ski-Abfahrtsläufer Europas, als er seine Passion für den Motorsport entdeckte: Ein Sieg und ein zweiter Rang bei Paris-Dakar und ein Top-Ten-Rang in Le Mans sprechen für sich.

Francois Gabart nickt ab

„Dieses Trio aus enormem Durchsetzungsvermögen könnte Erfolg haben!“ meint Francois Gabart, frischgebackener VG-Sieger und Kumpel von Aurélien, der bei der Freeride-WM mit ihm fieberte. „Die Drei bringen jedenfalls eine Menge Potential mit!“

Vorläufige Ziele: Fastnet Race 2013 (Aurélien, Luc und Eric als Crew), Transat Jacques Vabre (Class 40, Aurélien und Luc), Route du Rhum (Aurélien solo auf Class 40, vielleicht schon IMOCA), Barcelona World Race 2015 (Aurélien und Luc, IMOCA), Vendée Globe 2016 (Aurélien), IMOCA.

Drei Freunde fürs Meer und den Berg © Dan ferrer

„Bergsegler sind Adrenalien-Junkies,“ sagte Aurélien kürzlich. „Es kann nicht extrem genug werden. Auf Ski habe ich so ziemlich alles geschafft, was möglich ist. Mal sehen, wie’s auf dem Wasser so wird!“

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Michael Kunst

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