Finn Dinghy Pumpen: Was es heißt, ein Finn zu beschleunigen – Spektakuläres Finale

Reißen bis der Arzt kommt

Hartes Pump-Finale beim Medalrace in Melbourne:

Die Finn-Dinghy-Segler hatten ihr olympisches Aus schon vor Augen. Aber nun ist ihre Klasse vom Welt-Segler-Verband als olympische Disziplin schon fast überraschend für 2020 bestätigt worden. Das Medalrace in Melbourne beim Weltcup-Finale zeigt noch einmal eindrucksvoll, was es braucht, um ein erfolgreicher Finn-Athlet zu sein.

Vor dem Wind werden die Rennen entschieden. Im Video ist aber auch gut zu sehen, dass es nicht nur darum geht, wie beim Rudern ohne Pausezu ziehen. Es geht darum, die Kraft sinnvoll einzusetzen, um die Wellen perfekt abzureiten.

Reißen, bis der Arzt kommt. Die körperliche Belastung auf den etwa 12 Minuten dauernden Vorwindkursen lässt den Puls im Mittel über 185 Schläge pro Minute ansteigen.

Finn Dinghy

Stehsegeln im Finn Dinghy. Vor dem Wind wird der ganze Körper eingesetzt. © Finnclass

Jüngste Untersuchungen haben gezeigt, dass mit der erlaubten freien Technik ab zehn Knoten Wind die dreifache Vortriebskraft des Segels erreicht werden kann. Dabei geht es darum, zu der schiebenden Kraft eine seitliche Komponente zu entwickeln. Die Luftströmung besonders im oberen Teil des Segels wird bei der Roll- und Zugbewegung beschleunigt. So erhöht sich der scheinbare Wind im Profil und es entwickelt sich Auftrieb.

Die Technik in der Computer-Simulation:

Die Medalraces beim Weltcup-Finale in Melbourne im 470er, Finn und Laser bestens übertragen:

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Carsten Kemmling

Der Mann von der vordersten Front. Mehr zu ihm findest Du hier.
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