Finn World Masters: Thomas Schmid holt WM-Gold – Zweiter Titel nach 31 Jahren

Weltmeister!

Der Hamburger Thomas Schmid (61) hat den WM-Titel in der Grand Grand Master Kategorie bei der Finn Dinghy Masters WM gewonnen. Auf Rang acht der Gesamtwertung im Feld von 241 Booten dominierte er die GGM-Altersklasse (60 bis 70) mit 72 Teilnehmern.

Dass Thomas Schmid gut in Form sein würde bei den diesjährigen Finn Dinghy World Masters zeigte er schon bei der dänischen Meisterschaft im Vorfeld auf dem WM-Revier vor Skovshoved Havn in Kopenhagen. Er siegte im internationalen Feld gleich mit zehn Punkten Vorsprung und verwies den Schweizer Christoph Christen (Master Kategorie) auf Rang drei, der später bei der WM fünfter wurde.

Thomas Schmid im konzentrierten Kampf-Modus. © Robert Deaves

Aber dass es dann auch beim Höhepunkt im Feld der schließlich 240 angetretenen Ü-40 Finn-Recken diese Leistung bestätigen würde, war nicht selbstverständlich. Schließlich werden die vorderen Plätze der physisch extrem anspruchsvollen Olympia-Klasse naturgemäß von deutlich jüngeren Segler dominiert. Und Schmid laboriert seit einiger Zeit an einer Knieverletzung. Konsequent arbeitete er sich beim sonst eher ungeliebten Trocken-Training rechtzeitig in Top-Form.

Podium der Grand Grand Master (60 bis 70) mit Sieger Thomas Schmid. © Robert Deaves

Aber Thomas Schmid ist schließlich nicht irgendwer. Schließlich darf er die goldene Finn-Welle als Zeichen im Segel führen. Eine Ehre, die nur den ehemaligen Weltmeistern der Klasse gebührt. 1988 gelang ihm der Coup in Brasilien. Er trat damit die Nachfolge von Willi Kuhweide und Wolfgang Gerz an, die zuletzt 1967 bzw. 1981 in dieser Klasse für den Deutschen Segler-Verband den Weltmeistertitel errungen hatten.

Uli Breuer segelt als zweitbester Deutscher auf Rang 10. © Robert Deaves

Danach war Schmid auch Top Favorit bei den olympischen Spielen 1988 in Pusan. Er kam mit dem dort gestellten Material nicht besonders gut zurecht, segelte aber auf Rang sechs.

In Kopenhagen legte er nun bei soliden Mittelwind-Bediungungen und teilweise starker Strömung eine stabile Serie ohne großen Ausrutscher hin: 4/11/4/9/10/6/8. Das Feld der 241 Boote wurde jeweils in zwei Hälften geteilt, so dass man sich immer noch mit Ü-100-Flotten an der Startlinie behaupten musste.

Oldie-Action. © Robert Deaves

Schmid gelang das insbesondere in Vergleich zu seinen Alterskollegen überragend. Der zweite Ü-60 Grand Grand Master segelte auf Platz 22. Insgesamt waren in dieser Kategorie 72 Segler am Start.

Der Spanier Cabrerizo Morales sieht gerfährlich aus. Platz 44. © Robert Deaves

Zweitbester Deutscher im Gesamtfeld wurde Uli Breuer vom Rursee auf Rang zehn. Damit verpasste er unglücklich mit Punktgleichheit die Bronzemedaille bei den Grand Mastern (50-59).

Der Russe Vladimir Krutskikh gewinnt überlegen mit sieben Siegen aus sieben Rennen. © Robert Deaves

Überlegener Gesamtsieger wurde der Russe Vladimir Krutskikh, der seine sieben Läufe allesamt gewann. Damit holte er den Masters Titel zum dritten Mal. Krutskikhs Erfolg ist kein Zufall. Er bestreitet immer noch auf höchstem internationalem Niveau Regatten, belegte zuletzt bei der Euorpameisterschaft in Athen Rang 48 und bei der WM in Aarhus Platz 38.

Finn Dinghy Massenklasse. © Robert Deaves

Ausreiten bis der Arzt kommt. © Robert Deaves

Die Top Drei der Ü-80 Super-Legenden. © Robert Deaves

Sieger der Legenden (70 bis 80 Jahre)© Robert Deaves

Die Grand Master (50 bis 60.) Maier (m.) wurde Gesamt zweiter und und Hay (r.) Dritter. © Robert Deaves

 

Die Altersgruppen: Master (40-49), Grand Master , Grand Grand Master (60-69), Legend (70 – 79) and Super Legend (80 und älter).

Ergebnisse Finn Dinghy Masters Worlds 2019

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Carsten Kemmling

Der Mann von der vordersten Front. Mehr zu ihm findest Du hier.
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2 Kommentare zu „Finn World Masters: Thomas Schmid holt WM-Gold – Zweiter Titel nach 31 Jahren“

  1. avatar BSC sagt:

    Top! Ganz groß! Glückwunsch auch an Axel Schroeder!

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  2. avatar Volkert sagt:

    Super Thomas!
    Gratulation zum WM Titel und zum Dänischen Meister!
    Glückwunsch auch an deine Trainingspartner Axel Schroeder und Kai Schrader.
    Die Elbe ist eben ein gutes Trainingsrevier – die Finn Klasse lebt!

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