German Offshore Award: Jörg Riechers ist mit “Mare” bester Hochseesegler 2012

And the winner is...

Jörg Riechers ist mit “Mare” im Hamburger Rathaus zum zweiten Mal nach 2011 mit dem German Offshore Award ausgezeichnet worden. 

Jörg Riechers erhält den Offshore Award 2012

Jörg Riechers erhält im Hamburger Rathaus den Offshore Award 2012 © stockmaritime

Bei einer feierlichen Zeremonie vor gut 500 Gästen im vollbesetzten großen Festsaal des Hamburger Rathauses ist Jörg Riechers als Deutschlands bester Hochseesegler ausgezeichnet worden. Eine Jury der German Offshore Owners Association unter dem Vorsitz von Harald Harmstorf ehrte den 44-Jährigen Hamburger für die Leistungen, die er im Jahr 2012 erreicht hatte.

Dabei wurde erstaunlicherweise der zweite Platz bei der Transatlantikregatta Quebec-St. Malo besonders hervorgehoben, die Riechers selbst eher als Enttäuschung verbucht hat. In seinem damaligen SR-Artikel bekundete er, “zu verlieren weil man das Boot nicht hart genug segelt, das schmerzt ungemein”.

Aber dennoch gibt es keinen Zweifel, dass der Hamburger 2012 der mit Abstand erfolgreichste Hochseesegler war. So gelang ihm der historische Sieg zweihand beim Solidaire du Chocolat Transat beim Atlantic Cup in USA, und auch noch im Mini 6.50 bei der Trophée MAP .

Noch spannender als die Vergangenheit stand an dem Abend aber besonders Riechers Zukunft im Blickpunkt. Bei einem mitreißenden Zusammenschnitt von den Höhepunkten der aktuellen Vendée Globe erzählte der Einhandsegler auf dem roten Teppich mit den goldenen Rathaus Bildnissen im Rücken über seine Pläne.

Im Beisein von Sponsor und Mare-Chef Nikolaus Gelpke, Mutter und Freundin berichtete er über die Pläne, in die IMOCA 60 Klasse einzusteigen und 2014 das Barcelona World Race und 2016 das Vendée Globe zu segeln. Gelpke erzählte am Rande der Veranstaltung
über die schwierigen Verhandlungen mit „Maître CoQ“-Eigner Jérémy Beyou, der dann doch zur aktuellen Vendée Zweite “Banque Populaire” gewechselt war und sein Schiff an Gelpke verkauft hatte.

Der vor sechs Jahren von Volker Andreae initiierte German Offshore Award glänzte neben den Preisvergaben als willkommenes Treffen der deutschen Hochsee-Segler Szene. Im Beisein von Mitgliedern des Hamburger Senats bekommt das Ergeignis einen Glanz, der an alte Zeiten erinnert, als Deutschland noch eine Macht im Admiral’s Cup darstellte.

 

Die weiteren Nominierten:

„Tramontane“ (Dr. Jens Kohfahl) Pantaenius Rund Skagen;  „Patent3″ (Jürgen Klinghardt) ORC-Vizeweltmeister Amateure; „Speedy“ (Hans-Jürgen Riegel) 2. Platz beim Rolex Middle Sea Race;  „Shakti” (Christoph Avenarius).

SGS-Jugendpreis: „RubiX“ (M.Gurgel/J. Müller) vom Hamburger Segel-Club.
hanseboot-Preis: „HASPA“ (Skipper Arne Moritz)  Hamburgischer Verein Seefahrt,
Baltic Circuit Rangliste:  Per Weiskvist (DEN)

Die bisherigen Gewinner:
2008 Felix Scheder-Bieschin „Vineta“
2009 Harald Baum „Elan“
2010 Boris Herrmann „Beluga Racer“
2011 Jörg Riechers „Mare.de“
2012 Christoph Opielok „Rockall III“

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Carsten Kemmling

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5 Kommentare zu „German Offshore Award: Jörg Riechers ist mit “Mare” bester Hochseesegler 2012“

  1. avatar Dank & Feedback sagt:

    Vorab: Jörg, Du hast den Preis verdient, Glückwunsch dazu! Toll, toll, toll was Du und Herr Gelpke da machen!

    Danke an die, die so etwas möglich machen! Die Räume sind immer wieder schön und das Publikum macht Spaß! Es wäre sehr schön, wenn die Arbeit derer, die hinter dieser Veranstaltung stehen, sich dadurch krönen ließe, wenn an einigen Stellschrauben noch gedreht würde. Dies könnten m.E. nach folgende sein:

    – Eloquenz der Redner, insbesondere der staatlicher Vetreter, sowie derer, die Vorträge halten. Hier muss manch einer dringen zur Redner-Schule. Vom Staatsrat hat man nur die Haare gesehen, weil er immer nur nach unten auf seinen Ablesezettel guckt.

    – Wenn man Leute wie Jörg hat, der redet wie er redet, dann gebt ihm doch einen führenden Interviewpartner an die Hand, damit man aus Jörgs Worten noch mehr inhaltlich rausziehen kann. Jörgs Know-How hätte man noch viel breiter spielen können. Man hört, er wäre demnächst mit Vortrag bei den Blankeneser Hochsee-Segler-Abenden. Da freue ich mich schön drauf!

    – Auch wenn V.A. mit viel Engagement dahinter steht reduziert doch bitte den Familie-A-Anteil, weil es uns nicht um Töchter und 12-Ton-Musik etc. geht. Es ist doch ein Hochsee-Abend und kein Familie-A-Abend, oder? Danke trotzdem Volker, daß Du den Abend machst!!

    – Die Teilnahme einer kanadischen Yacht unter kanadischer Flagge und kanadischen Heimathafen und dänischen Namen erschließt sich kaum, ausserdem war der Vortrag nach einhelliger Meinung eine glatte Katastrophe. Bitte haltet das Niveau auch zukünftig hoch, vermutlich war der Redner W. ein Ausrutscher nach unten. Indirekt gilt das auch für die Yacht eines Herrn RI aus BO. Diese segelt unter französischem Stander mit französicher Crew. Was soll das beim German Offshore Award? Dann doch lieber eine deutsche Yacht in Frankreich, á la Iskareen.

    – Last but not least muss der Award sein Selbstverständnis klären, ob er der German Offshore Award ist oder der Hamburg Offshore Award. So oft, wie da eingangs nur von Hamburg geredet wurde, fühlten sich andere berechtig unterrepräsentiert. Stellt euch bei den reden da gerne breiter auf, bei den nominierten macht ihr das ja auch.

    Da geht also noch was und ich bin mir sicher, Ihr werdet das angehen. Wer so viel Engagement zeigt und technisch so davor ist, der löst auch noch diese paar Probleme.

    Gruß von der Küste!

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  2. avatar Zirngiber sagt:

    Wer ist den die nette Frau hinter dem Tablett?

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  3. avatar Manfred sagt:

    Hallo Anonym,
    ich habe deinen Eingangsworten nichts hinzuzufügen. Die Leistung des MARE Teams, gemessen am Wort “Offshore” im Award ist “outstanding”. (um im englischen zu bleiben, auch wenn da während der Veranstaltung ein paar Stolperworte des englischen zuviel waren). Das war aber auch schon alles, was ich kritisieren möchte.

    Ansonsten, ganz großes Kino und ohne die Damen (Töchter) auf der Bühne und ihre herzerfrischenden Reden wäre es einfach nur langweilig gewesen. Nur “Haare”, wie du ja auch richtig bemerkst.

    Für mich und einige Freunde ein sehr schöner, ein stimmiger Abend in toller Kulisse. Vielen Dank den Initiatoren.

    PS: Was die Reden unserer Segelfreunde betrifft, war ich früher ähnlicher Meinung wie Du. Wurde aber durch meine Begleitung eines besseren belehrt. Für sie kamen unsere Segelfreunde authentisch rüber und das sollte so bleiben. Bei einem Staatsrat erwartet man durchaus mehr.

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  4. avatar Markus sagt:

    Hervorragende Sache. Hervorragender Preisträger.

    Ein Punkt:

    Warum verzettlen wir Deutschen uns immer so. TransOcean, Tranocean Regattaclub, Kreuzer Abteilung, RV Seeregatten, GER OO…

    Brauchen wir das alles. Da gibt es den Cruising Club Suisse. Der bietet als einzelner Verein mehr als die da oben zusammen. Vergleiche mit dem RORC fangen wir besser gar nicht erst an!

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    • avatar Uwe R. sagt:

      Hallo Markus,

      der Trans Ocean e.V. ist durch interne Querelen (leider) praktisch handlungsunfähig und den Trans Ocean Regatta Club gibt es nur noch auf dem Papier. Der hat nach der letzten Mitgliederliste noch 14 Mitglieder, wenn ich mich recht erinnere. Außerdem hat der TORC keinen rechtmäßig bestellten Vorstand mehr, sondern nur noch einen älteren Herrn, der sich für den Vorsitzenden hält. Traurig, aber wahr.

      Gruß Uwe

      Super Beitrag, mehr davon! Like or Dislike: Daumen hoch 4 Daumen runter 0

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