Golden Globe Race: Tomy und McGuckin in Sicherheit – die Fotos der Rettungsaktion

Ein Job für Profis

Golden Globe Race, Rettung, Schiffbruch

Die Retter längsseits der Yacht von Abilash Tomy © OSIRIS

In meterhohen Wellen, mitten im Indischen Ozean einen Rückenverletzten abbergen, für den jeder Stoß katastrophale Folgen haben könnte – hardcore!

Der Inder Abilash Tomy und der Ire Gregor McGuckin sind in Sicherheit. Beide Golden Globe Racer kenterten mit ihren ketschgetakelten Retro-Langkielern im selben Sturm mitten im Indischen Ozean und verloren dabei ihre Masten. Während McGuckin weitgehend unverletzt das Unglück überstand, erlitt Tomy schwere Rückenverletzungen und war/ist nahezu vollständig bewegungsunfähig. Dennoch gelang es ihm, Notrufe abzusetzen und bedingt mit seinen späteren Rettern zu kommunizieren (SR berichtete). 

Das französische Fischerei-Patrouillenschiff „Osiris“ konnte gestern den schwer verletzten Inder von Bord seines „Suhaili“-Nachbaus abbergen. Die Rettungsaktion wurde von der Australian Maritime Safety Authority (AMSA) von einem Rettungsflugzeug aus beobachtet und koordiniert. Dabei gelangen Fotografien die deutlich zeigen, wie schwierig sich das Abbergen von Abilash Thomy gestaltete. Es galt, den am Rücken verletzten Inder in horizontaler Position mit so wenig Erschütterungen wie nur möglich an Bord eines Schlauchbootes zu hieven, mit dem die Crew schließlich den Verletzten zur „Osirirs“ übersetzte. Die Aktion dauerte mehr als eine Stunde. 

Abilash Tomy wurde mittlerweile nach Amsterdam Island, der nächstgelegenen Insel gebracht. In der dortigen Forschungsstation kann ihm aber medizinisch nur notdürftig geholfen werden. Deshalb hält das australische Kriegsschiff HMS Ballarat weiter Kurs auf die Insel, um den schwer verletzten GGR-Segler aufzunehmen. Über den genauen gesundheitlichen Zustand von Tomy wurde noch nichts bekannt – die Rennleitung des GGR rechnet mit Einzelheiten in den kommenden Stunden. 

Auch Gregor McGuckin wurde von der „Osiris“ abgeborgen. Obwohl der Ire seine Yacht bereits mit einem Notrigg versorgt hatte und eigentlich zum nächsten Hafen weitersegeln wollte, nahm er aus Sicherheitsgründen die Gelegenheit wahr, an Bord des Fischerei-Patrouillenbootes gemeinsam mit seinem verletzten Renn-Kollegen nach Amsterdam Island zu fahren. 

Beide Yachten sind weiterhin per Tracker sichtbar und sollen möglichst in den kommenden Wochen geborgen werden. 

Die „AMSA“ sowie einige andere, internationale Rettungseinheiten bescheinigten der Crew der „Osiris“ eine durchweg professionelle und vorbildliche Arbeit während ihrer Rettungsaktion. „Just perfect!“

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Michael Kunst

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