Herrmann erklärt, wie “Neutrogena” in Fahrt kommt

Trimmen nach Zahlen

Alles im Lot. Boris grüßt von Bord. © FNOB

Boris Herrmann scheint an Bord gerade Langeweile zu haben. Er führt Hardcore-Fans mit einem lesenswerten Blog-Beitrag in seine Gedankenwelt ein. Die Optimierung der Bootsgeschwindigkeit von „Neutrogena“ hört sich komplizierter an, als vermutet. Es geht um die Polarrate: „Wir versuchen immer bei maximaler Polarrate zu segeln, wenn sie unter 90 sinkt, steigt Frustration in unsere Gesichter. Wenn wir 100 Prozent sehen, ist es Tabu, die Schoten zu berühren.“

Die Werte sagen aus, ob der Open60 sein Potenzial erreicht. Boris schreibt: „Der Wind schwankt gerade zwischen 10 und 14 Knoten und 20 Grad in der Richtung. Wir segeln leicht geschrickt hoch am Wind. 14 Knoten bedeutet für uns vollen Ballast 1 und 2 und etwas geöffnetere, getwistetere Segel. 10 Knoten bedeutet zwei, drei Zentimeter dichter auf der Genuaschot und dem Traveller 15 cm weiter in Luv.“

Die Ausführungen machen deutlich, warum es nicht immer einfach ist, ein neues Schiff sofort an sein Optimum heranzubringen. Es fehlen die Erfahrungswerte. Herrmann schreibt, dass für die sechs Jahre alte „Neutrogena“ insgesamt 26 Polardiagramme verfasst wurden, die auf realen Messungen beim Segeln beruhen. „Ryan und ich haben also einen entscheidenden Trumpf seit Anfang des Projektes: präzise Leistungsdaten des Schiffes.“

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Carsten Kemmling

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