Hochsee-Zirkus: Bleninger beginnt mit Figaro 3-Training – 1. Schritt Richtung Vendée Globe

Im Plan

Was macht eigentlich Adrian Bleninger? Vor einigen Wochen stellte SR den deutschen Hochseesegler aus Bayern vor, der selbstbewusst seine Vendée Globe-Kampagne ankündigte. 

Erste Stunden auf der gecharterten Figaro 3 – Bleninger ganz offensichtlich hochzufrieden ©

Das Interview sorgte in der deutschen Szene für gewisses Aufsehen, nicht zuletzt weil Bootsbauer und Préparateur Bleninger für die Solo-Nonstop-Weltumseglung 2024 einen IMOCA mit möglichst hohen Anteilen nachhaltiger Werkstoffe bauen (lassen) will. Bleningers Projekt wurde dabei als “sehr ambitioniert” bezeichnet.

Figaro 3 gechartert

Doch den Unkenrufen zum Trotz: Adrian Bleninger hat vor wenigen Tagen Schritt 1 auf seinem im Interview angekündigten Weg gemacht und eine gecharterte Figaro 3 im Regattahafen La Base/Lorient zu Wasser gelassen. 

Der Semi-Foiler wurde von dem Iren Marcus Hutchinson gemietet, Team-Manager bei Thomas Ruyant und dessen LinkedOut-Kampagne. Ein schlauer Zug von Bleninger:  Hutchinson ist ein hoch geachteter Insider der Französischen Szene und könnte bestimmt die eine oder andere Tür für den jungen Deutschen öffnen.

Bleninger will sich für den Rest der Saison auf die Figaro-Szene konzentrieren und peilt als erste Regatta die „Tour de Bretagne“ im Doublehanded-Modus an (4 Etappen, Start 3.Juli).

Training, Training, und nochmals Training

Über den ganzen Juni hinweg wird Bleninger jedoch zunächst hart trainieren (müssen). Ab sofort sind tägliche Sessions solo, vor allem aber in Figaro-Trainingsgruppen angesagt. Hierzu hat sich der Bayer einer Gruppe des mittlerweile international anerkannten Trainers Tanguy Le Glatin angeschlossen – qualitativ die derzeit beste Möglichkeit, um in den Figaro-Zirkus einzusteigen.

Bleninger wird somit einer der ersten Deutschen (etwa nach der Deutsch-Französin Isabelle Joschke)  sein, die sich in die wohl stärkste Hochsee-Szene der Welt „wagen“. Er wählt damit den französischsten aller Wege, um der Realisierung seines Traums von einer Vendée Globe-Teilnahme näher zu kommen.

Ganz neue Aussichten: Segeln mit Foil © bleninger

Ob sich Adrian Bleninger allerdings noch für die zunächst angepeilte Solitaire du Figaro im Frühherbst dieses Jahres qualifizieren kann, ist fraglich. Letztendlich dürfte es für die umfangreichen Qualifikations-Kriterien der Einhand-Langstreckenregatta etwas spät geworden sein. Aber: Wait and see… 

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Michael Kunst

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Ein Kommentar „Hochsee-Zirkus: Bleninger beginnt mit Figaro 3-Training – 1. Schritt Richtung Vendée Globe“

  1. avatar Hans Wurst sagt:

    Wieso gibt man so einer Flachpfeife so eine Bühne?

    Bislang nichts geliefert, nur auf die Trommel gehauen. Und anstatt mal über Deutsche zu berichten, die sich mühsam in diversen Klassen durchschlagen, wird breit über Mr „ich war mal Preparateur und sollte deshalb einen Open60 für ein paar Millionen bekommen“ geschrieben.

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