Hyères Weltcup: Medalrace Replays – Wer die besten Segler der Welt sind

Finale Action

Beim ersten Schlagabtausch in Hyères zeigte sich, wer zurzeit die großen Segelstars sind. In der Medaillenwertung siegte Frankreich vor Brasilien und England mit je viermal Edelmetall.

Der erste Weltcup nach dem neuen ISAF Format mit den jeweils Top 40 Boote pro Klasse macht erstmals eine genauere Bestimmung der besten Segler der Welt möglich. Nach der Weltmeisterschaft haben die Weltcups zumindest in Europa eine deutliche Aufwertung erfahren.

Und mit der Zeit könnte es auch funktionieren, dass die Weltrangliste eine gewisse Relevanz bekommt. Denn sie hat nicht mehr eine reine Show-Funktion, sondern die Plätze sind wichtig für die Qualifikation bei den Weltcups.

Zuvor war neben den Olympischen Spielen nur die Leistung bei den Weltmeisterschaften wichtig für ein seröses Welt-Ranking. Nun mussten sie die Besten der Besten aber schon früher zeigen.

Laser Hyeres

Extreme Bedingungen beim Laser Medalrace für Juan Maegli aus Guatemala. © Franck Socha

Während in Palma noch einige Spitzensegler fehlten, weil sie schon für Hyères qualifiziert waren mussten sie nun in Frankreich alle antreten. Und so gibt sich ein klares Bild über die aktuelle Hirarchie der Superstars.

Klare Nummer eins sind zurzeit Peter Burling und Blair Tuke im 49er, die gleichzeitig als Hoffnungsträger des neuseeländischen America’s Cup Teams fungieren. Sie gewannen die 49er Konkurrenz mit unglaublichen 49 Punkten Vorsprung und setzten ihre seit Juni 2013 andauernde Serie von 13 Siegen in Folge fort.

Die letzte Niederlage erfolgte bei den Olympischen Spielen 2012 gegen Nathan Outteridge und Ian Jensen, die seitdem nur sporadisch bei 49er Events angetreten sind. Als führende Köpfe beim Artemis Team nahm sie der America’s Cup voll in Beschlag. Langsam wird es aber wieder Ernst mit den Olympischen Spielen. Und so meldeten sie sich in die vierfachen Weltmeister in Hyères sehr gut mit Rang zwei zurück, und konnten Burling/Tuke immerhin schon viermal schlagen.

Der zweite Superstar mit unglaublicher Siegesserie ist der britische Finnsegler Giles Scott, der nach dem Abtritt von Ben Ainslie das Zepter in der Klasse übernommen hat. Seit dem Juni 2011 siegte er 14 Mal und nach seiner letzten Niederlage (2. April 2013 in Hyères) 10 Mal.

Der Mann, der inzwischen von Ben Ainslie für sein America’s Cup Team verpflichtet worden ist, hatte nach neun Rennen einen Vorsprung von 24 Punkten.

Auf diesem Niveau sind auch die französischen Nacra17 Stars Billy Besson und Marie Riou unterwegs. Die Doppelweltmeister in der neuen Olympiaklasse siegten in Hyères nach 13 Rennen mit 27 Punkten vor Rang zwei.

Im 470er dagegen beginnt die Vorherrschaft von Mathew Belcher und William Ryan ein wenig zu bröckeln. Der fünfmalige Weltmeister und Olympiasieger Belcher fuhr zuletzt  mit Ryan immer mal wieder ungewohnte zweite Plätze ein. Diesmal verloren sie gegen die Olympia-Sechsten Sime Fantela und Igor Marenic aus Kroatien mit immerhin 15 Punkten Rückstand. Aber abgerechnet wird erst bei der WM.

Einen fulminanten Sieg feierte die Belgierin Evi Van Acker, die schon in Palma gewonnen hat im Laser Radial. Die Olympia Bronze Gewinnerin hatte 21 Punkte Vorsprung, und von der ehemaligen Dominatorin Marit Bouwmeester war auf Rang sechs wenig zu sehen.

Ergebnisse Hyères Worldcup

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Carsten Kemmling

Der Mann von der vordersten Front. Mehr zu ihm findest Du hier.
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