IDM Optimist: Deutsche Meisterschaft am Gardasee – USA vor Malta und Italien

Mammut-Feld

Wohl selten hat der Titel Internationaler Deutscher Meister eine größere Bedeutung gehabt, als bei den diesjährigen internationalen Titelkämpfen am Gardasee. 302 Optisegler aus 23 Nationen nahmen teil. Einen Monat vor der Weltmeisterschaft auf Zypern nutzten einige der besten Jugendsegler der Welt die Chance, sich auf höchstem Niveau in Form zu bringen.

Optimist-Segeln

Ein Teil der 320 Boote Flotte am Gardasee. © Circolo Vela Arco

Der Deutsche Touring Yacht Club hat in Kooperation mit dem Circolo Vela Arco die selbst auferlegte gewaltige Aufgabe gestemmt, das Mammut-Feld zu bändigen. Wettfahrtleiter Wolfgang Stückl bestätigte seine internationale Qualität. Er bot den internationalen Favoriten ein faires Spielfeld, um ihre Klasse ausspielen zu können.

Die Detuschen Meister: USA vor Malta und Italien. © Circolo Vela Arco

So ist der Sieg des 14-jährigen Amerikaners Stephan Baker keine Überraschung. Er gewann 2018 schon die US- und die Nordamerika-Meisterschaft. Allerdings war er in einem spannenden Finalrace auf die Schützenhilfe des amtierenden Weltmeisters Marco Gradoni (14 Jahre)aus Italien angewiesen, der mit acht Punkten Vorsprung in das letzte Rennen gegangen war, aber durch einen Frühstart auf Rang drei zurück fiel. So platzierte sich Richard Schultheis (13) aus Malta auf Platz zwei.

Optimist-Segeln

Positionskampf an der Startlinie. © Circolo Vela Arco

Direkt dahinter platzierte sich aber schon die deutschen Opti-Stars, allen voran Anna Barth (13) die EM-Dritte bei den Mädchen auf Rang vier und damit beste Deutsche. Und der erst 12-jährige Caspar Ilgenstein holte sich als Gesamt-Fünfter den Titel des internationalen U-13 Jüngstenmeisters.

Beste Deutsche: Anna Barth. © bmg/DODV

Ilgenstein

Caspar Ilgenstein als fünfter U13-Sieger. © bmg/DODV

Bei den typischen sonnigen Traumbedingungen am Gardasee zwischen 12 und 16 Knoten waren am Ende Segler aus sieben verschiedenen Ländern unter den Top Ten zu finden. Diese besondere Internationalität bei einer deutschen Meisterschaft sorgte vereinzelt auch für Kritik. Aber für das Gros der 226 qualifizierten deutschen Segler war das besondere internationale Erlebnis ein unvergessliches Erlebnis.

Die Top 20

Alle IDM-Endergebnisse:

  1. Gold-Gruppe
  2. Silber-Gruppe
  3. Bronze-Gruppe
  4. Emerald-Gruppe

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Carsten Kemmling

Der Mann von der vordersten Front. Mehr zu ihm findest Du hier.
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3 Kommentare zu „IDM Optimist: Deutsche Meisterschaft am Gardasee – USA vor Malta und Italien“

  1. avatar Fastnetwinner sagt:

    Die Kids sagen: Top Wetter, top Bedingungen und viele neue internationale Freunde!
    Der Bootsbauer sagt: Ich mache jetzt ne Mio nur mit Haarrissen, die Kids fahren am Start wie die Schweine. Und Recht hatte er leider! Kinder, protestiert mal endlich!
    Der Taktiker sagt: Wie einfach ist dass denn hier, man muss ja nur am Start das Kleinholz überleben und dann rechts bis Anschlag.
    Die Miesepeter sagen: Oh wie schade, dit is ja gar nich’ Deutschland hier.
    Gerd Eiermann schimpft immer noch, aber man kann ja Optis auch direkt bei Winner kaufen

    All in all: Toller Event, und wenn etwas am Ende ein bisschen Schade war, dann höchstens das es keine Party gab und der Titelgewinn von Anna leider völlig untergegangen ist.

    Dank an die Wettfahrtleitung und Michi für die Orga: Und last but not least: Die beiden besten Deutschen kommen vom Mühlenberger Loch!

    Super Beitrag, mehr davon! Like or Dislike: Daumen hoch 11 Daumen runter 4

  2. avatar Holger sagt:

    Liebe DODV und Opti Eltern
    lasst doch einfach mal die Kirche im Dorf !
    wir sind hier bei Jünstensegelei und nicht bei Olympiaklasse
    Der Gigantismus und völlig übertriebene Anzahl von Coaches hilft niemandem und wichtiger wäre es die DropOut Quote zu verringern, damit viel mehr Kids mit Freude auf die nächste Bootsklasse danach wo das Lernen und Segelei mit Partner und als Team dann erst richtig losgeht, auch noch dabeibleiben.
    Macht eine IDJÜM bodenständig in GER mit maximal 10% Segler aus anderen Nationen und 200 gesamt und binnen 5 oder 6 Tagen und ohne 2 Wochen vorher anzureisen usw., denn dann findet sich auch wieder ein Club der bereit ist das mal auszurichten.
    In GBR gibt es Opti Regatten mit Coach Verbot….ein cleverer Ansatz damit alle mehr selbständig erlernen.

    Super Beitrag, mehr davon! Like or Dislike: Daumen hoch 9 Daumen runter 0

  3. avatar Fastnetwinner sagt:

    Holger, es rechnet sich ganz einfach: Pro 8-10 KInder ein Sicherungsboot. Macht in diesem Fall über den dicken Daumen 35 RIBs. Große Vereine haben selber 5 RIBs , die kleineren Vereine haben 2. Macht also für den Veranstalter einen RIB-Extra-Bedarf von mindestens 30 RIBs. Und da diese nicht von Hasso gekauft werden braucht es hierfür die Coaches, oder die WL sitzt mit einem halben Bein im Knast. Einfache Mathematik trifft hier fiese Jurisprudenz…. Und wenn dann alle 30 Coaches an Land sind kann man mit diesen auh das Thema Drop-Out besprechen. Und schwupps ist der Pirat olympisch 😉

    Heisse Debatte. Was meinst du? Daumen hoch 4 Daumen runter 6

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