IMOCA-Mastbruch: Wie der Mast von Louis Burton brechen konnte

Unglücksrabe

Einer der der größten Unglücksraben der IMOCA-Szene ist aktuell Louis Burton. Der Vendée-Globe-Außenseiter, der überraschend Dritter geworden war, erlitt bei der Route du Rhum seinen zweiten Mastbruch 2022. Nun wird klarer, warum das möglich war.

Louis Burton mit Notrigg auf dem Weg zurück nach Frankreich.

Louis Burton hat die vergangene Vendée Globe durch hartes und erfolgreiches Segeln maßgeblich mitgeprägt. Sein Stil begeistert die Fans: Immer extrem, bei der Routenwahl oder im Sturm. Immer Vollgas. Immer alles auf eine Karte.

Normalerweise zerstört man mit diesem Stil sein Boot bei einer Vendée Globe. Diese Regel schien Bestand zu haben, als Burton im Southern Ocean erst mit Autopoilot-Problemen von zwei auf sieben zurückfiel und schließlich einen Reparaturstopp wegen eines kaputten Fallenschlosses am Großsegel einlegen musste. Auf Platz elf jagte er der Flotte hinterher aber am Kap Hoorn war er tatsächlich wieder dran.

Sensationell erreichte er Rang drei. Und zur Belohnung gewährte Sponsor Bureau Vallé die Zusage für ein deutlich schnelleres Boot. Mit der bei der Vendée Globe unter Wert geschlagenen ex “L’Occitaine” sollte er in der Lage sein, auf Augenhöhe mit den Besten zu segeln. Das galt insbesondere für die Route du Rhum, wenn klassischerweise die neuesten noch nicht optimiert sind  und die vorherige Generation schneller ist – so geschehen mit dem Sieg von LinkedOut vor Apivia.

Darauf zielte auch Burton ab und an den ersten Tagen zeigte er sich dauerhaft in den Top Fünf. Dann brachte ihn ein Extremschlag ins Hintertreffen und schließlich brach auch noch der Mast. Genauso wie im Januar 2022 bei der Transat Jacques Vabre. Damals soll das Fallenschloss der J3-Fock verantwortlich gewesen sein. Der neuerliche Schaden dagegen war ein Rätsel.

Oder hatte es Burton mal wieder übertrieben

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Carsten Kemmling

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