Isabelle Joschke im Porträt: NDR Doku über die Vendée-Globe-Finisherin

„Ich bin wirklich stolz und glücklich“

Die Deutsch-Französin Isabelle Joschke (48) hat sicher nicht die einfachste Vendée Globe hinter sich, die sie erstmals beendete (19.) Schließlich segelte sie trotz Flügel-Nachrüstung den Nicht-Foilern hinterher. Aber sie wurde von einigen Schäden gebremst. Der NDR widmet ihr ein ausführliches Porträt. 

Die Deutsch-Französin segelte bei ihrer ersten Vendée Globe vor vier Jahren ein gutes Rennen. Zwar brauchte sie ein wenig Zeit, bis sie sich aussichtsreich positionierte, doch ab dem Indischen Ozean, durch den Southern Ocean und erneut im südlichen Atlantik war sie als beste Frau unter den Top Ten unterwegs. Und das, obwohl sie mit einigen technischen Schwierigkeiten zu kämpfen hatte.

Isabelle Joschke
Isabelle Joschke freut sich über ihr erstes Vendée Globe Finish. © Jean-Marie Liot Alea

Vor Brasilien dann ein schwerer Schaden am Kiel – das Ende, sozusagen vor dem „Einbiegen auf die Zielgerade“. Joschke segelte „wie auf Eiern“ einen Nothafen an, ihr Shore-Team flog ein und reparierte vor Ort. Zwar war offiziell das Rennen für sie zu Ende, doch ließ sie es sich nicht nehmen, die Weltumseglung zu vollenden.

Seitdem empfand sie es so, dass „noch eine Rechnung offen sei“. Es war die Motivation für einen zweiten Versuch. Im Interview mit SR machte Joschke schon vor dem Start deutlich, dass ihre diesjährige Teilnahme bei der Vendée Globe eine Art Selbstfindungstörn werden könne. „Sie fühle sich gut genug in Form, um so einige zu überraschen!“

Tatsächlich segelte sie mit ihrem erprobten IMOCA MACSF bei den Qualifikationsregatten vor der Weltumsegelung stabil im Bereich der Top Ten. Die Transat CIC 2024 beendete sie auf Platz 12., bei der Retour á La Base knackte sie als 9. sogar die ersten Zehn. Und das, obwohl ihr Bootsmaterial schon ziemlich in die Jahre gekommen ist. Das Design von 2007 wurde zwar 2018 mit einem Satz Flügel aufgerüstet aber die können nun mit den Neuentwicklungen nicht mehr mithalten.

Isabelle Joschke
Das gebrochene Steuerbord-Foil auf MACSF © Isabelle Joschke / MACSF

So war Platz 19 am Ende ein einigermaßen realistisches Ergebnis, auch wenn sie von zwei Nicht-Foilern geschlagen wurde, die normalerweise nicht ihr Niveau erreichen sollten. Aber nach dem 29. Dezember 2024 änderte sich ihr Rennen.

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