J-Boats-Porträt: Familien-Saga von Rod Johnstone, J/24 Erfinder

Die J-Story

Natürlich erzählt man sich überall auf der Welt die Geschichten von den Erfolgreichen, die ganz unten in der Gosse angefangen haben, vom Menschen mit der einen Passion, an die er ganz, ganz fest glaubt, zuhause in der Garage umsetzt, und die ihn schließlich zum Superhelden macht; vom Familienclan, der sich gemeinsam auf die eine gute Idee eines Sprösslings stürzt und diese in ein Imperium verwandelt.

Doch nirgendwo klingen diese Erfolgsstorys so gut wie in den USA. Nicht, dass es dort mehr dieser Glückskinder gäbe als anderswo, sondern wahrscheinlich, weil dort der Mythos vom „Genie in der Garage“ oder „Tellerwäscher zum Millionär“ überhaupt erst entstand. Damals, als eine Million noch richtig viel Geld war…

Rod Johnstone (75), Vater des J-Boat Erfolgs. © J-Boats

Der Ostküsten-Amerikaner Rod Johnstone (75) und seine Familie passt in diese Kategorie. Schon allein, weil dieser nicht ganz alltägliche Name bei einem Großteil unserer Leser zumindest einen gewissen Wiedererkennungswert hat.

Johnstone? Ist das nicht der mit den J-Boats? Diese verdammt schnellen Dinger mit Kiel von der US-Ostküste, die mittlerweile (fast) alle in Europa und Asien gebaut werden und weltweit zu den erfolgreichsten Schiffstypen überhaupt zählen – was das Regatta-Silber anbelangt als auch die Verkaufszahlen?

Rod Johnstone, ist ein Typ mit Silberhaar, der im Interview-Filmchen völlig abgeklärt wirkt. Ganz so, als könnte ihn nichts, aber auch gar nichts mehr vom Steg schubsen.

J/24, größte One-Design Offshore Klasse der Welt

Logisch, wer auf dieser Website den Namen Johnstone schreibt, meint meistens J-Boats. Mehr als 14.000 Schiffe wurden mit dem J im Großsegel bis heute von der Werft verkauft, darunter allein 5.400 x die J/24. Der erste und erfolgreichste Performance-Cruiser der Werft bildet heute die größte One-Design Offshore Klasse der Welt.

Und klar, der erwähnte abgeklärte Gesichtausdruck auf Johnstones Interviewgesicht dürfte zu einem Großteil aus eben diesem Erfolg resultieren, auch wenn es Großwerften mit erheblich höheren Stückzahlen gibt.

Doch da ist noch etwas anderes, das er immer wieder als Motor für sein Lebenswerk begreift und aufführt: „Segeln ist ja eigentlich ein Sport, der die Familien zusammen bringen könnte. Meistens ist genau das Gegenteil der Fall. Doch bei den Johnstones hat es geklappt – wenn auch auf teils seltsamen Umwegen.“

“Ich will Boots-Designer werden”

“Ragtime”, die legendäre erste J/24. © J-Boats

Als sich der neunjährige Rod und sein Bruder Bob (12) unter der Anleitung ihres Vaters  zuhause eine Lightning zimmerten (erfolgreiche US-Bausatz-Jolle, vergleichbar mit Schwertzugvogel), hatten sie schon mal ein typisches Erfolgsklischee erfüllt: Der Knickspanter entstand in der Garage, wo sonst?

avatar

Michael Kunst

Näheres zu miku findest Du hier

Spenden
http://blueocean.berlin/magicmarine-team-werden/

Ein Kommentar „J-Boats-Porträt: Familien-Saga von Rod Johnstone, J/24 Erfinder“

  1. avatar Kiel sagt:

    J/24 von 24 Fuss?
    24 Fuss nach Google sind 7.3152 meter – so sehen die Dinger auf der Piste auch aus.

    Schulligung fuer minor detail correction…

    Like or Dislike: Daumen hoch 0 Daumen runter 6

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Sicherheitsfrage (SPAM-Schutz): *