J/24 Worlds: Faszination Gardasee – North-Sails-Profis dominieren bei 40. WM

Imposante Flotte auf dem Traumrevier

Die J/24 Klasse zeigt bei der WM am Gardasee, dass sie längst nicht zum alten Eisen gehört. 89 Crews konnten aktiviert werden. Eine deutsche Crew kämpfte lange mit um eine Medaille.

Vielleicht waren es die veränderten Bedingungen am letzten Tag, die das J/24-Team um Daniel Frost aus dem Tritt brachten. Die Weltmeister von 2016 im fernen Japan, die dann auch für den Joersfelder Segel-Club den Aufstieg in die zweite Segel-Bundesliga perfekt machten, lagen vor dem WM-Finale auf Rang drei und übten sogar Druck auf die führenden Amerikaner aus.

Ordentlich Action und Geschrei an der Startlinie:

Die Berliner beherrschten die klassischen Ora-Bedingungen immer besser. Das Konzept: Guter Start, frühe Wende, Schlag mit Speed zur Felswand und dann vor dem Feld pendeln. Die “JJOne” zauberte eine Serie von 1/2/4/3 in das vom thermischen Südwind aufgewühlte Wasser.

Die “JJOne” segelt auf einen starken 6. Platz am Gardasee. © ODM/Chris Howell

Aber dann änderte sich die Wetterlage. Starkwind zwar mit Böen um 25 Knoten, aber eben aus der anderen Richtung. Nord. Mit 25/30/24 fiel das Team auf Rang sechs zurück und musste schließlich doch den favorisierten Amerikanern den Vortritt lassen.

Das amerikanische Sieger-Team bei der J/24 WM 2018. © Elena Giolai

Das Team der “Kaster” hatte nur einen Auftrag von Arbeitgeber North Sails: Den Titelgewinn. Den holte sich North-Mitarbeiter Will Welles schließlich auch souverän, nachdem er schon 2014 Weltmeister auf dem Heimrevier vor Newport Rhode Island geworden war. Zu zwei US-Kollegen holte er sich den Italiener Andrea Casale an Bord, der 2008 schon selber den Titel in der J/24 geholt hatte. Nach zehn Rennen konnte das Profi-Team 21 Punkte Vorsprung verzeichnen.

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89 Boote an der Startlinie. © ODM/Chris Howell

In die Phalanx von weiteren drei US-Booten brachen schließlich nur die Japaner um Skipper Imai Nobuyuki auf Rang zwei ein.

Zweitbestes deutsches Boot wurde die unter dänischer Flagge segelnde “Den Sultne ulv” mit einer Hamburger Crew vom SVAOe mit Skipper Fabian Damm nach zwei dritten Plätzen am Schlusstag. Mit einem soliden Endspurt zeigte auch das Hamburger Team “Schwere Jungs” um Steuermann Stefan Karsunke sein Potenzial. Ohne zwei Ränge in den Vierzigern zu Beginn wäre sogar mehr drin gewesen als ein dennoch guter neunter Platz.

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Stefan Karsunke (r.) mit seinen “Schweren Jungs” auf Rang 9. © ODM/Chris Howell

Ergebnisse J/24 Worlds 2018

Top 16 bei der J/24 WM am Gardasee von 89 Booten.

Das Frauen-Team um Skipperin Laura Hatje segelte auf Rang 41. © Elena Giolai

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Das 89 Boote-Feld der J/24 vor der Gardasee-Kulisse. © ODM/Chris Howell

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Die J/24 macht sich prächtig in der Gardasee-Welle. © ODM/Chris Howell

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Carsten Kemmling

Der Mann von der vordersten Front. Mehr zu ihm findest Du hier.
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Ein Kommentar „J/24 Worlds: Faszination Gardasee – North-Sails-Profis dominieren bei 40. WM“

  1. avatar Asthmatiker sagt:

    Geile Klasse!!

    Super Beitrag, mehr davon! Like or Dislike: Daumen hoch 5 Daumen runter 0

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