Jugendsegeln: O-Pro motzt den Optimisten zum coolen Sportgerät auf

Pimp your Opti

Mit einem einfachen Trick kann ein kastiger Optimist zum schnelleren Jugendboot aufgerüstet werden. Wie die alten Club-Optis plötzlich zu coolen Racern werden.

Optimisten gehören äußerlich nicht gerade zu den coolsten Sportgeräten auf dem Wasser mit dem platten Bug und dem Sprietsegel. Kein Wunder. Das Design ist schon 71 Jahre alt. Dennoch führt immer noch kaum ein Weg an dem 2,30 Meter kurzen Schiffchen vorbei bei der qualitativen Jugendausbildung. Die Handhabung ist erprobt und die Flotten sind groß. An fast jedem Club liegen die Knickspanter herum. Oft segelten schon Generationen auf den unkaputtbaren Seifenkisten.

O-Pro, Optimist

Der Bug verlängert die Wasserlinie und verringert den Widerstand in der Welle. © O-Pro

Da liegt es nahe, etwas mehr aus dem klassischen Segeluntersatz zu machen. Matthew Mason, ein professioneller Bootsbauer Neuseeland, hat im vergangenen Jahr für seinen Sohn einen Bug konstruiert, der einfach an einem Optimisten angebracht werden kann. Das 2,30 Meter kurze Schiff wird dadurch um 45 Zentimeter mit einer klassischen Spitze verlängert. Mason vertreibt seine Pimp-Konstruktion für 1000 Euro unter dem Namen O-Pro. Und die Erweiterung kommt nun auch in Europa an.

O-Pro, Optimist

Opti mit Bug-Aufsatz und großem Rigg. © O-Pro

Der Bug weist ein Gewicht von drei Kilogramm auf und soll in zwei Minuten anzubauen sein. Dazu hat Mason ein Rigg entwickelt, dessen Karbon-Topp auf den existierenden Opti-Mast aufgesteckt werden kann, und an dem ein konventionelles, modernes Foliensegel gesetzt wird. Die Segelfläche wird dadurch um 1,2 Quadratmeter vergrößert.

O-Pro, Optimist

Der O-Pro-Bugaufsatz verlängert das Schiff um 45 Zentimeter. © O-Pro

Der Neuseeländer will die mit O-Pro das Leben eines Optimisten verlängern und die Möglichkeit gewähren, dass zwei Kinder auf dem Schiffchen Spaß haben können oder ältere und schwerere Segler im Bereich von 60 Kilogramm Körpergewicht.

O-Pro Website

O-Pro, Optimist

Neuseeländische Kids mit ihren O-Pros am Strand. © O-Pro

O-Pro, Optimist

O-Pro im Vergeleich zum Open Bic. © O-Pro

O-Pro, Optimist

Mächtig Power mit dem 1,2 Quadratmeter größeren Segel. © O-Pro

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Carsten Kemmling

Der Mann von der vordersten Front. Mehr zu ihm findest Du hier.
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Ein Kommentar „Jugendsegeln: O-Pro motzt den Optimisten zum coolen Sportgerät auf“

  1. avatar hurghamann sagt:

    Oh Oh, ich hör schon heute abend:
    Duuuu Papa ?………

    Super Beitrag, mehr davon! Like or Dislike: Daumen hoch 8 Daumen runter 0

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