Die Inklusionsjolle SV 14 im SR-Test: Durchdacht, supersicher – und bezahlbar

Gemeinsam in einem Boot

Hinter dem etwas sperrigen Namen „S\V 14“ verbirgt sich eine 4,40 Meter lange Jolle, die es in sich hat. Ihre Designer Alexander Simonis und Maarten Voogd haben ihr moderne Linien mit besonders hoher Formstabilität verpasst, sie mit Schalensitzen ausgestattet, einen schwenkbaren Fahrradlenker eingebaut und dank Kiel kentersicher gemacht. Zielgruppe sind Segler mit Handicap und Ältere, denen konventionelle Jollen zu sportlich geworden sind, die aber auf Jollenfeeling nicht verzichten wollen.

Unter Gennaker kommt
die S\V 14 zügig voran. Bild: Silke Springer

An Land ist Felix Schor auf einen Rollstuhl angewiesen, an Bord kommt er ohne Hilfe zurecht, sobald er sicher im Steuermannsitz untergebracht ist. Dafür benötigt er allerdings Unterstützung von seinem Vorschoter, der ihm unter die Arme greift und ihm dabei hilft, aufs Schiff zu steigen und im Schalensitz die richtige Position zu finden. Bei noch stärkerer körperlicher Beeinträchtigung könnte ein Personenkran weitere Hilfestellung leisten. Doch Felix und Frank sind ein eingespieltes Team und kommen ohne Kran zurecht. Dass das Übersteigen ohne größere Schaukelbewegungen vonstattengeht, obwohl zwei Personen gleichzeitig auf dieselbe Bootsseite treten, liegt am 1,20 Meter tief reichenden Kiel und am enorm breiten, sehr flachen Unterwasserschiff, das hohe Formstabilität gewährleistet und gleichzeitig gute Segeleigenschaften verspricht. Beides waren Vorgaben für das Bootsdesign, denn die „S\V 14“ war von vornherein als Inklusionsjolle geplant, an der Menschen mit und ohne Behinderung gleichermaßen Freude haben sollten. 

Die Schalensitze bieten guten Halt. Bild: Silke Springer

Die Auftragsvergabe für die Bootsentwicklung erfolgte

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