Kollision: Mini 6.50 auf Hoher See von Schlepper gerammt – huckepack in den Hafen

Technischer K.o.

 

Kollision, Mini

Die “Penzer” versus Mini 6.50 – sieht schlecht aus für den Kleinen © de Malet.                                

Während einer Überführungsfahrt wird ein französischer Minist nachts von einem Schlepper regelrecht überfahren. Doch der ist mit einem Kran ausgerüstet und hievt den Havarierten mal eben schnell auf die Ladefläche

Ein Alptraum, mit einer Menge Glück im Unglück. Auf einem Überführungstörn segelte Henri de Malet seinen Mini „895 Maymax“ – das Boot gewann unter Erwan Le Draoulec die letzte Mini Transat-Serienwertung – von Douarnenez (Start- und Zielort der Mini Fastnet) nach seinem Heimathafen Lorient. Auf Höhe des berüchtigten „Raz de Sein“ kollidierte „Maymax“ nachts um 2:30 Uhr mit einem Schlepper. 

Mini, Kollision

Die “Maymax” wird “gelöscht” © de Malet

„Ich segelte unter Gennaker mit einer Geschwindigkeit von 7, 5 kn,“ berichtet de Malet, „zuvor hatte ich noch das AIS gecheckt, allerdings das nächste Schiff erst in sechs Seemeilen Entfernung ausgemacht. Plötzlich ein Scheinwerferlicht, das von hinten meinen Gennaker anstrahlte. Ich fiel instinktiv ab und hatte gerade noch Zeit, die Umrisse eines riesigen Bugs auf mich zurauschen zu sehen. Da krachte es auch schon fürchterlich!“ 

Der Schlepper war mit 13 Knoten unterwegs gewesen und erwischte den Serien-Mini voll auf der Steuerbordseite. Der Mast brach in drei Teile, das Boot begann sofort voll Wasser zu laufen. Henri de Malet blieb wie durch ein Wunder unverletzt.

Mini, Kollision

Das geht “in die Tiefe ” © Maymax

Die Besatzung des Schleppers „Penzer“ stoppte nach der Kollision auf, drehte und kam längsseits des Minis. Henris Glück war, dass der Schlepper mit einem Lastkran ausgerüstet war und nach einer Lieferung nun leer auf dem Rückweg in seinen Heimathafen war. „Die Crew nahm mich an Bord und in Sicherheit und hievte danach einfach mal eben schnell meinen Mini auf ihre Ladefläche. Das war ruckzuck erledigt und schon ging es weiter Richtung Zielhafen Brest – mit der angeschlageschlagenen „Maymax“ huckepack!“ 

Mini, Kollision

Henri de Malet sieht’s gelassen: Hauptsache, es gab keine Verletzungen © de malet

In Brest wurde derKL.o.-geschlagene Mini auf einen Anhänger geladen und schließlich nach Lorient gebracht – auf der Straße! Ob das Boot tatsächlich noch reparabel ist oder zu starke Strukturschäden davon getragen hat, wird derzeit von Versicherungsexperten geprüft. 

Merke: Wenn schon Kollision, dann bitte mit bestens für solche Fälle ausgerüsteten Profis!

avatar

Michael Kunst

Näheres zu miku findest Du hier
Spenden

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Sicherheitsfrage (SPAM-Schutz): *