Laser Worlds: Philipp Buhl arbeitet sich bei wenig Wind auf Rang vier vor

Big Point

Oman Segelbilder vom dritten Renntag: 

Interview mit Buhl vor dem Start der WM:

Der deutsche Lasersegler Philipp Buhl hat nach Platz zwei im ersten Goldfleet-Rennen der Weltmeisterschaft im Oman seine Ausgangsposition deutlich verbessert. Die direkte Konkurrenz schwächelte.

Laser Worlds, Philipp Buhl

Phillip Buhl bei der Leichtwind Rollhalse.
© Mark Lloyd

Buhl schob sich in der Gesamtwertung von Rang sechs auf vier vor, nachdem das zweite Rennen des Tages wegen eines drohenden Gewitters nicht mehr gestartet worden war. Der 23-Jährige Bayer holte zehn Punkte zum führenden Brasilianer Robert Scheidt auf und nahm auch den beiden vor ihm platzierten Seglern 14 und 16 Punkte ab.

Das ist besonders bemerkenswert, weil das Rennen bei äußerst schwachem Wind gesegelt wurde. In der abgelaufenen Saison hatte Buhl Selbstbewusstsein, auch bei wenig Wind punkten zu können, arg gelitten.

Seine Ergebnisse in der nacholympischen Saison ließen ihn in einer Saison von Rang zwei der Weltrangliste auf Platz 20 abrutschen. Bis auf den grandiosen Starkwind-Sieg gegen Robert Scheidt bei der Kieler Woche in einem ansonsten eher schwächer besetzten Feld zeigte er noch nicht so starke Rennen besonders bei weniger Wind.

Jeff Martin

Klassenboss und Wettfahrtleiter Jeff Martin prüft den Wind vor dem ersten Finalrennen. Startverschiebung. © laserworlds

Das ist eigentlich nicht verwunderlich, da Buhl mit oft über 85 Kilogramm immer zu den schweren Athleten der Klasse gehört. Das Gewicht hilft auf der anderen Seite beim überragenden Starkwind-Speed. Seit dem Laser-Ausstieg von Olympiasieger Tom Slingsby gilt Buhl als schnellster Mann im Starkwindbereich.

Aber seine großen Erfolge wie den EM-Titel 2012 feierte er eben, weil er erstaunlicherweise bei wenig Wind mit seinem Zusatzgewicht punkten konnte. Diese Fähigkeit scheint er jetzt wieder zurückgewonnen zu haben. Im Trainingsvideo aus Kiel äußerte er sich noch sehr skeptisch über das Revier, bei dem eher leichter Wind vorhergesagt war.

Buhl bei der WM Vorbereitung in Kiel:

Aber auf seiner Homepage schreibt Buhls Vater aktuell über den eigentlich bisher schlechtesten Platz 18 im siebten Rennen als eine Art Schlüsselerlebnis. Nach sehr schlechtem Start startete Buhl von den letzten Plätzen in der 63 Boote Gruppe eine enorme Aufholjagd.

Laser Worlds

Robert Scheidt entspannt sich vor dem ersten Start. Danach platziert ers sich auf Rang zwölf. © laserworlds

“Was für einen Beobachter gemütlich aussehen musste, war in Wirklichkeit ein gefühlsbetonter Kampf eines Muskelpaketes, aus einer zarten Windbrise den optimalsten Vortrieb herauszukitzeln”, schreibt Vater Buhl. “Für Buhl war dieses Ergebnis, obwohl nun neuester Streicher, auch ein ganz besonderes, ein schönes Ergebnis. Es habe ihm gezeigt, dass er auch unter Leichtwind stark und gefürchtet segeln kann. Das vervollkommnet und rundet natürlich das Selbstbewusstsein ab.”

Danach gelang ihm bei zwei Windstärken ein starker zweiter Platz und bei kaum mehr Wind im ersten Finalrennen wiederholte er das Kunststück während die meisten Konkurrenten schwächelten. Buhl scheint seine Lockerheit zurück zu haben. Und der Wettbericht macht Hoffnung, dass es doch noch einmal windig werden kann.  Dagegen würde er sich auch nicht wehren.

Die deutsche Pressemitteilung zum Ablauf des ersten Finalrennens

Ergebnisse Laser WM 2013

Event Website Laser WM 2013

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Carsten Kemmling

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Ein Kommentar „Laser Worlds: Philipp Buhl arbeitet sich bei wenig Wind auf Rang vier vor“

  1. avatar JP sagt:

    Ganz stark, ein wahrer Athlet. “Buhli Buhli for Gold”!

    Super Beitrag, mehr davon! Like or Dislike: Daumen hoch 10 Daumen runter 3

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