Boris Herrmanns IMOCA Malizia hatte beim Café L’Or noch einmal ungeahntes Potenzial entwickelt und die Vendée-Globe-Siegeryacht geschlagen. Nun setzt sie nach dem Relaunch auch optisch neue Akzente und soll schneller werden.

Malizia galt nach ihrem Stapellauf 2022 als eines der schwersten und massivsten Boote der damaligen aktuellen IMOCA-Generation. Im Vergleich zur besonders leichten, acht Tonnen schweren Biotherm soll die Differenz damals fast eine Tonne betragen haben. Boris Herrmanns Idee war es, nach seinen extremen Erfahrungen bei der Vendée Globe 2020/21 insbesondere im Southern Ocean eine bessere Leistung zu erreichen.
Am Ende ging der Plan mit dem Design, das von Yann Eliès auf einer Ocean-Race-Etappe als „Bus“ bezeichnet wurde, nicht auf. Schon vor der ersten Äquator-Passage verlor er den Kontakt zur Spitze. Und die Bedingungen im Southern Ocean waren dann nicht so hart wie erwartet. Malizia konnte ihre Stärken nicht ausspielen und den Rückstand nicht aufholen.

Längst lässt Herrmann diese Erkenntnisse in sein nächstes Neubauprojekt einfließen, ist vom Design-Büro VPLP zum aufstrebenden Antoine Koch gewechselt, der mit Paprec Arkéa als VG-Zweiter sein Meisterstück abgeliefert hat, und zielt nun auf eine Konstruktion, die auch bei weniger Wind konkurrenzfähig ist.
Die alte Malizia ist derweil in den Besitz von Francesca Clapcich übergegangen, die gleich bei ihrer ersten Regatta mit dem neuen Schiff und Will Harris an Bord eine nicht für möglich gehaltene Leistung bei der Café L’Or im November 2025 ablieferte und insbesondere im direkten Speedvergleich gegen Macif dominierte.

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