Meisterschaft der Meister 2022: 505er-Meister gewinnen Kultregatta

Bronze für ein ganz besonderes Team

Die erfolgreichen Deutschen, Europa- und Weltmeister des Jahres 2022 trafen sich dieses Wochenende beim Hamburger Segel-Club auf der Außenalster zu einer ganz besonderen Kultregatta, der Meisterschaft der Meister.

Die J/70 segeln um SmartMarks. © Pepe Hartmann

Zum 41. wurde unter den Meisterinnen und Meistern der Saison ausgesegelt, wer denn der wahre Champion ist. Mitmachen darf jeder, der einen Meistertitel vorzuweisen hat – egal ob im Conger oder einer Offshoreyacht, alleine oder im Team.

Siegerteams der Meisterschaft der Meister 2022 Foto: Pepe Hartmann/ HSC

Gesegelt wurde auf den J/70 der Segel-Bundesliga, die am kommenden Wochenende auch für den Ligapokal eingesetzt werden. Der Fairness halber, damit nicht eingespielte J/70 Crews den Einhandseglerinnen und Seglern jede Chance auf eine gute Platzierung nehmen, waren nur dreier Teams zugelassen. Außerdem musste auf den Gennaker verzichtet werden, so dass sich alle wieder auf das bewährte Butterfly-Segeln besinnen mussten.

Bei nahezu sommerlichen Temperaturen und wenig Wind hatte keines der 28 Teams Probleme mit dem Handling der Boote, doch es zeigte sich, dass die eingespielten Crews von Beginn an die Tabelle anführten.

Das 505er Team siegreich bei der MdM. © Pepe Hartmann

Ihren zweiten Sieg bei der “Meisterschaft der Meister” (nach 2015) feierten die 505-Meister Jan-Philipp Hofmann und Felix Brockerhoff, die 2022 auf bei der WM stark auf Platz vier gesegelt waren. Zusammen mit Nils-Henning Hofmann haben sich auch für das Bundesliga-Team des Düsseldorfer Yacht-Clubs eine gute Saison als Aufsteiger (8.) hingelegt. Auf der Alster gewannen sie jeden ihrer vier Läufe.

Auf den zweiten Platz kam Max Augustin mit seinem Heat-Sailingteam, amtierender Corinthian-Weltmeister der Melges 32 Klasse. Er segelte zusammen mit den MSC Bundesliga-Seglern Ole von Studnitz und Till Krüger.

Melges32-Segler Max Augustin steuerte das Team vom MSC auf Rang zwei. © Pepe Hartmann

Den dritten Platz auf dem Podium erreichte ein ganz besonderes Team. Silke Basedow, die mit dem HSC das Bundesliga-Finale am Bodensee gewonnen hatte und sich mit dem vierten Platz in der Gesamttabelle für die Champions League qualifizierte, segelte mit Juliane Zepp und Joe Löschke, einem blinden Segler aus dem Bat-Sailing Team.

Silke Basedow selbst hatte sich für die diesjährige Meisterschaft der Meister durch ihren Weltmeistertitel im inklusiven Segeln qualifiziert. An der WM hatte sie zusammen mit Nadine Löschke, der Frau von Joe Löschke, die auf einen Rollstuhl angewiesen ist und von Geburt an nur eine Hand hat, teilgenommen.

Silke Basedow und Juliane Zepp mit ihrem blinden Vorschoter Johannes Löschke. © Pepe Hartmann

Bereits am kommenden Wochenende werden die Boote auf der Alster wieder im Einsatz sein, wenn es beim Pokal der Segel-Bundesliga nicht nur um die Trophäe, sondern auch den Einzug in die zweite Liga geht. Unter den 24 Teams, die für den Pokal gemeldet haben, sind auch drei inklusive Teams.

Alle Ergebnisse der 41. Meisterschaft der Meister gibt es hier 

Die Alster erlaubte diesmal nur wenige MdM Rennen. © Pepe Hartmann

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