Melges 32 WM: Deutsche Teams auf dem Podium – Amateure besiegen Profis

Bemerkenswerter Endspurt

Bei der Melges 32 WM haben es zwei deutsche Schiffe auf das Podium geschafft. Titelverteidiger Schwoerer holt Silber und das Amateurteam “Homanit” sensationell Bronze.

Die Melges-32-Segler in Villasimius auf Sardinien haben sich nicht von dem Corona-Ausbruch nebenan in Porto Cervo irritieren lassen. Bei ihrer hochklassigen Weltmeisterschaft gelang insbesondere den deutschen Booten ein bemerkenswerter Endspurt.

We cannot display this galleryTitelverteidiger Christian Schwoerer vom Bodensee, der überwiegend auf italienische und britische Segelprofis vertraut, hievte sich bei den letzten Leichtwindrennen mit der Serie 1/2/1 aus den Niederungen der Tabelle noch bis auf Rang zwei nach vorne. Er konnte die italienisch “Caipirinha” aber nicht mehr abfangen, die zum letzten Lauf nicht mehr antreten musste.

Missgeschick mit dem großen Melges 32 Spi. © Max Ranchi /M32

Größte Überraschung im Feld der zwölf 32-Fußer war aber der Bronze-Platz für die junge deutsche Crew von “Homanit”, die als eine von nur drei Amateurteams am Start war. Die zum Großteil aus Liga-erfahrenen Seglern bestehende Truppe um die beiden Co-Skipper Jan-Jasper Wagner und Maximilian Stein schob sich nach zwei dritten Plätzen zum Schluss noch um einen Punkt auf das Podium vor.

“Homanit” auf dem Weg zu WM-Bronze. © Max Ranchi /M32

Auch dem Team der “Heat” um Max Augustin gelang im siebten Rennen noch ein starker zweiter Platz aber für die Gesamtwertung hatten sich die Farr30-Umsteiger mehr versprochen als Platz zehn. “Wir sind enttäuscht, weil wir an den vergangenen Tagen zu viele Fehler gemacht haben. Aber hoffentlich kommen wir nächsten Monat in Scarlino stärker zurück durch die Lektionen, die wir gelernt haben.”

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Carsten Kemmling

Der Mann von der vordersten Front. Mehr zu ihm findest Du hier.

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