Mini Transat: Riechers-Konkurrent mit Problemen – Maxi Tri MAcif rauscht durchs Feld

Angriff-Modus

Das Mini-Feld auf dem Weg in die Karibik

Jörg Riechers hat beim Mini Transat seinen Angriff auf Platz zwei in der Gesamtwertung gestartet. Dabei scheint ein weiterer großer Konkurrent vor dem Aus zu stehen.

Es sind Welten, die sich da mitten auf dem Atlantik begegnen. Auf der einen Seite die Einhand-Piloten mit ihren 6.50 Meter kurzen Rennschüsseln, die nur über Funk mit der Außenwelt verbunden sind, und auf der anderen Seite Francois Gabart.

Francois Gabart rauscht mit Gitana an den Kapverden und am Mini-Feld vorbei. Er liegt knapp 120 Meilen vor dem Rekord.

Der Macif-Skipper rast auf seinem 100-Fußer mit bis zu 40 Knoten durch das Feld der Ministen, die sich über ein Viertel des Speeds freuen. Und er ist mit allen Errungenschaften der Technik ausgerüstet, die es ihm erlauben, den schnellsten Weg um die Erde zu finden, aber auch Kollisionen mit der Ministen zu vermeiden. Im Kampf gegen seinen virtuellen Gegner Thomas Coville liegt er zurzeit knapp 120 Meilen vorne (Macif Tracker).

Riechers startet Angriff

Jörg Riechers mag noch einen Windzug der riesigen Rennmaschine gespürt haben, und vielleicht ist er gehalst, um etwas länger einen Blick auf den rasenden Franzosen zu erhaschen. Wahrscheinlicher ist aber, dass er nun in den Angriff-Modus gewechselt ist.

Nach gut drei Tagen Bord-an-Bord-Kampf mit Simon Koster hat er nun offenbar genug von der Nähe zu dem Schweizer, der seiner “Eight Cube” die Flügel gestutzt hat und offenbar locker mit dem deutschen Plattbug-Kollegen mithalten kann.

Riechers greift mit einer Halse an. Podium-Konkurrent Bolzinger scheint auch Probleme zu haben.

Nun entfernt sich Riechers von den beiden Führenden den auch der Führende Ian Lipinski gut 100 Meilen voraus hält wie Koster an dem nördlichen Kurs fest. Es wird sich zeigen, welche Strategie am Ende aufgeht. Der Hamburger ist nicht gerade für seine Geduld bekannt. Aber er muss etwas tun, wenn er den Schweizer in Bedrängnis bringen will.

Die Situation im Vergleich zur restlichen Konkurrenz ist für “Lilienthal” noch einmal komfortabler geworden. Denn nach dem Ausfall zweier starker Gegner ist nun der dritte in große Bedrängnis geraten. Romain Bolzinger, Vierter der ersten Etappe, wird nur noch mit 0,8 Knoten auf dem Tracker geführt. Er muss Probleme haben, und die Wettfahrtleitung hat schon ein Begleitboot in seine Richtung geschickt.

Oliver Tessloff segelt immer noch auf Rang 18, Lina Rixgen ist 34. und Andreas Deubel kämpft sich als 44. nach seinem Boxenstopp wieder an das Hauptfeld heran.

Mini Transat Tracker

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Carsten Kemmling

Der Mann von der vordersten Front. Mehr zu ihm findest Du hier.
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7 Kommentare zu „Mini Transat: Riechers-Konkurrent mit Problemen – Maxi Tri MAcif rauscht durchs Feld“

  1. avatar Yachti sagt:

    Angriff ?

    Riechers segelt gerade zielgenau in Richtung einer Schwachwindzone !

    Heisse Debatte. Was meinst du? Daumen hoch 5 Daumen runter 7

    • avatar Yachti sagt:

      Was Boris Herrmann gerade beim Transat Jacques Vabre macht, sieht übrigens auch nicht gut aus.

      Isabelle Joschke liegt weit vor ihm.

      Heisse Debatte. Was meinst du? Daumen hoch 4 Daumen runter 5

      • avatar Yachti sagt:

        YO schreibt heute, dass Rang 8 nicht ihrem Potential und dem des Bootes entspräche.
        Man habe mit dem Schlenker nach Nord taktisch den Anschluss verpasst und zeitweise nicht die richtige Segelkonfiguration gefahren.

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      • avatar Yachti sagt:

        Boris sagt inzwischen selbst:

        “Taktisch haben wir anfangs einen kleinen Fehler gemacht, als wir zu lange in Richtung der Front gesegelt sind. Wir wollten so als Erste von der Windzunahme profitieren. Allerdings hat uns das in Nord-Süd-Richtung einige Meilen mehr gekostet.” Quelle: YO

        Dieser Fehler passierte zweimal und war war am Tracker sehr deutlich zu sehen !

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    • avatar Yachti sagt:

      Warum “die Führungsgruppen der Protos und Serienboote [im Gegensatz zu Riechers] weiter fleißig einen eher nördlichen Kurs fahren”, lesen wir auf:

      Mini 921 sailing

      https://www.facebook.com/scapratracing/posts/1068520763290297

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  2. avatar Borgfels sagt:

    seit wann segelt F. Gabart mit Gitana als Sponsor? Ist doch Macif oder habe ich etwas verpasst?

    Super Beitrag, mehr davon! Like or Dislike: Daumen hoch 7 Daumen runter 0

  3. avatar Yachti sagt:

    Auf Mini 921 Sailing gibt es eine neue Analyse aller deutschen Teilnehmer des Mini-Experten Chris Luekermann:

    https://www.facebook.com/scapratracing/posts/1069057783236595

    Wir bekommen Infos, die es eigentlich gar nicht geben dürfte, wie z.B. das Lina Rixgens sich bei der Passage der Kapverden nahe der Insel gehalten habe, um ein Fall zu tauschen.
    Bei Oliver vermutet er einen Reparaturstop in Lee der Insel Santo Antao.

    Riechers hat zur Zeit mit seinem Plattfuss das bereits von CK festgestellte Problem, tief genug zu segeln, wodurch die VMG absinkt und der 2. Platz verlorenging.

    In taktischer Hinsicht könnte sich Riechers Südbogen jedoch – nach den heutigen Wetterinformationen des Trackers – dennoch als erfogreich herausstellen.

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