Mit 90 Jahren bei der Finn Dinghy Masters WM: Wie Gus Miller auch bei 20 Knoten segelt

Super Legend

Bei der Masters-WM der Finn-Dinghy-Klasse in Brisbane sind aktuell 100 Segler aus 16 Nationen am Start. Gus Miller zeigt mit 90 Jahren, dass man noch fit genug sein kann, dieses Boot zu segeln. Der Amerikaner schwört auf ein ganz spezielles Fitnessprogramm.

Gus Miller
Gus Miller bei der Masters WM 2026 in Brisbane. © Robert Deaves

Das Beherrschen eines Finn Dinghy gehört zu den physisch größten Herausforderungen im Segelsport. Wenn man irgendwann aus Altersgründen an das Ende seiner Segellaufbahn denken muss, dann kommt man in dieser Klasse besonders früh an seine Grenzen. Das 10 Quadratmeter große Segel und der 116 Kilogramm schwere Rumpf erfordern ein hohes Maß an Kraft und Fitness.

Gus Miller interessiert das nicht. Er spricht über sein Alter, als wäre es eine Nebensache. „Momentan bin ich 90 und gehe auf die 91 zu, aber ich denke nicht in diesen Zahlen.“ Er ist bei der aktuellen Weltmeisterschaft in Brisbane am Start, hat die ersten drei Rennen ins Ziel gebracht und liegt exakt auf Platz 91.

 
 
 
 
 
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Er hatte sich vorgenommen, schon in der vergangenen Woche seinen 50. Gold Cup zu bestreiten. Die Klasse hat geschickterweise nicht nur die Masters-WM der Ü40-Segler nach Australien vergeben, sondern auch die „Gold Cup“ genannte offene Weltmeisterschaft, die vor einer Woche endete. Mit der zuvor ausgetragenen nationalen Meisterschaft lohnte es sich auch für Europäer, ihr Schiff per Container auf die andere Seite der Welt zu verfrachten.

Beim Gold Cup wehte es zu stark, weshalb Miller die Regatta schließlich ausließ. Aber bei den Masters mischt er nun mit. Dabei startet er in der Wertung der „Super Legends“ für Ü80-Segler und hat dort noch einen Konkurrenten: den Australier Dirk Seret, ein „Jungspund“, der gerade erst 80 geworden ist. Er rangiert aktuell auf Platz 86.

Gus Miller
Gus Miller (90) im Interview mit Pflaster am Kopf. © Finn Class

Miller ist somit eine Besonderheit, wenn man ihn, wie oben im Video, bei 20 Knoten Wind auf seinem Finn Dinghy sieht. Sein ganzes Leben ist eng mit diesem Boot verbunden. Der Weg begann in der Narragansett Bay, nördlich von Newport, als dort noch der America’s Cup ausgesegelt wurde.

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