Nachhaltigkeit: 400 E-Ladstationen für Boote in Skandinavien

Küstenabdeckung

Etwa 400 elektrische Ladestationen für Elektroboote sollen Im Rahmen eines neuen EU-Projekts ab März 2023 bis zum Ende des Jahres 2025 an der schwedischen Westküste ab Göteborg bis in den Oslofjord und weiter entlang der norwegischen Südküste bis Kristiansand mit finanzieller Förderung der EU installiert werden. Das berichtet das internationale Magazin der Bootsindustrie IBI

Die Nord-Westküste Schwedens und die Südküste Norwegens mit ihren zahlreichen Häfen und Anlegern sowie der großen Zahl der Freizeitboote soll flächendeckend mit Ladestationen für Elektroboote ausgestattet werden. Foto: C. Schneider

Die Maßnahme ist Teil eines schwedisch-norwegischen Kooperationsprojekts, das mit EU-Mitteln gefördert wird. Der geschützte Küstenabschnitt mit seinen zahlreichen Inseln, Häfen und Anlegern, sowie die hohe Anzahl von Freizeitbooten und die lange maritime Tradition der Skandinavier bieten ideale Voraussetzungen für den Übergang zur Elektrifizierung von Freizeitbooten, so die Einschätzung der Verantwortlichen. Schätzungen zufolge gibt es in den beiden Ländern insgesamt etwa eine Million motorgetriebener Freizeitboote, die überwiegend mit fossilen Brennstoffen betrieben werden. Der dadurch anfallenden CO2-Ausstoß wird auf über 400.000 Tonnen pro Jahr geschätzt. Beide Länder gehören auch im Bereich des Autoverkehrs zu den Vorreitern der E-Mobilität in Europa. Ab dem Jahr 2025 sollen in Norwegen zudem bestimmte Küstenregionen und Fjorde nicht mehr von kommerziellen Fahrzeugen mit Verbrennungsmotoren befahren werden dürfen. Der erste vollelektrische Hafen Norwegens wurde in Aker Brygge in Oslo, Norwegen, im Jahr 2021 eröffnet. Nutzer können sowohl einem Elektroboot-Pool beitreten als auch Ihr Elektroboot schnell aufladen. Sollte das Projekt erfolgreich sein, könnte es als Modell auch für stark von Freizeitbootsflotten genutzten große Binnenrevieren wie z.B. der Mecklenburgischen Seenplatte, dem größten zusammenhängenden Binnenrevier Europas in Berlin und Brandenburg oder den niederländischen Gewässern dienen.

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