Nord Stream Match Race: Gestern abgebrochen, heute neuer Versuch

Schwäne ohne Wind

Manchmal stimmt eigentlich alles, aber dann wird einem doch ein Strich durch die Rechnung gemacht. Mangels Wind musste das heutige Nord Stream Match Race in Flensburg gestrichen werden. Nach mehrfachen Startverschiebungen versuchte die Wettfahrtleitung zumindest ein Fleetrace zu starten, das aber mit Überschreiten des Zeitlimits nach 45 Minuten abgebrochen wurde.

Nun sind für heute ab 15.30 Uhr zwei Fleetraces der fünf Gazprom
Swan 60 angesetzt. Es lohnt sich also, auch heute wieder in der Marina Sonwik vorbeizukommen oder auf der Webpage den Live Stream zu verfolgen.

Alles war bereit: Das Race Village war aufgebaut, die Tribüne stand und auch die Zuschauer warteten gespannt auf das Nord Stream Nationen-Match Race. Der einzige, der auf sich warten ließ, war der Wind. Und so musste die Wettfahrtleitung um 12 Uhr die Startverschiebung hissen und den Start um eine Stunde verschieben.

Überbrückt wurde die Wartezeit an Land durch die Moderation von Klaus Lahme und Alexander Prinz zu Schleswig-Holstein, beide vom Norddeutschen Regatta Verein, gemeinsam mit Sportredakteur Jürgen Muhl. Über Großleinwand und Online Live Stream erläuterten sie den rund 500 Zuschauern die Besonderheiten des Match Race und befragten Segelexperten wie den deutschen Starbootsegler Robert Stanjek oder den ehemaligen America’s Cup-Teilnehmer Nico Jeschonnek.

Heute neuer Versuch, die Schwäne zum Fliegen zu bringen © nils_bergmann

Heute neuer Versuch, die Schwäne zum Fliegen zu bringen © nils_bergmann

Nach einer weiteren Startverschiebung entschied Wettfahrtleiter Claus-Otto Hansen vom Flensburger Segel-Club, die Match Race-Serie abzusagen und dafür ein Fleetrace mit allen fünf Swan 60-Yachten zu starten. Als um 16 Uhr der Startschuss fiel, wehten laue 5 Knoten Wind über die Förde. „Das war durchaus segelbar, allerdings brach der Wind dann doch wieder ein und das Rennen musste abgebrochen werden“, sagte Leif Tom Loose, Großsegel-Trimmer bei Team Germany. „Die richtige Entscheidung von der Wettfahrtleitung, wie ich finde!“

Hansen: „Die Swan 60 sind tolle Schiffe, und wir hätten sie natürlich gerne länger segeln gesehen. Aber die Bedingungen müssen für alle gleichermaßen fair sein. Und das war heute leider nicht gegeben.“ Umso mehr freut er sich darüber, dass alle Skipper zugestimmt haben, morgen außerplanmäßig erneut an den Start zu gehen. Ab 15.30 Uhr sollen die fünf Gazprom Swan 60-Yachten zwei Fleetraces segeln. Und alle drücken natürlich die Daumen, dass dann mehr Wind für spannende Rennen sorgt.

Arne Hirsch, Projektleiter vom Veranstalter Norddeutscher Regatta Verein, ist trotz widriger Windbedingungen mit dem Verlauf des heutigen Tages zufrieden: „Wir hätten uns natürlich gewünscht, den zahlreichen Zuschauern mehr Segelspaß auf der Förde zeigen zu können. Aber das Wetter ist das einzige, das wir nicht beeinflussen können. Trotzdem freuen wir uns, dass so viele den Weg in die Marina Sonwik gefunden haben und hoffen, dass sie auch morgen wieder vorbeikommen. Durch den späten Start lohnt es sich auch für Berufstätige, nach der Arbeit noch vorbeizuschauen.“

Könnte richtig stark werden, wenn nur der Wind mitspielen würde. Hier die Swan 60 im Fleet Race, letztes Jahr © nord stream

Könnte richtig stark werden, wenn nur der Wind mitspielen würde. Hier die Swan 60 im Fleet Race, letztes Jahr © nord stream

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