Ocean Race Europe: OTG nach Führungauf Gegenkurs – 11th Hour wieder dran auch ohne Foil

Brutale Bedingungen überstanden

Beim Ocean Race Europe segelt “Einstein” bei perfekten Nicht-Foiler-Bedingungen an der Spitze. Aber 11th Hour ist nach dem Zusammenstoß mit Foil-Schaden ein erstaunliches Comeback geglückt.

Die IMOCA Flotte ist wieder eng zusammen gerückt. Die Kurslinie von “Einstein” (schwarz) zeigt den typischen höheren Kurs zum Wind des Nicht-Foilers. Aber 11th Hour (orange) ist wieder dran.

Die zwölf Yachten der VO65- und IMOCA-Klasse haben beim Ocean Race Europe auf dem Weg nach Alicante erst einmal die brutalen Gegenwind-Bedingungen in der Straße von Gibraltar mit bis zu 46 Knoten überstanden. Auf der aktuellen Leichtwind-Kreuz hat das deutsche Team gute Karten, um gegen die Foiler zu bestehen.

Dabei schien es so als würde sich LinkedOut absetzen können, aber “Einstein” wie auch Corum konnten den 11 Meilen Vorsprung wieder aufholen. Allerdings ist von hinten auch Bureau Vallée wieder herangekommen, der neue Plattbug Foiler vom Vendée Globe-Dritten Louis Burton. Vor Gibraltar hatte das Team mit Problemen kurz auf Gegenkurs gehen müssen.

Aktuell scheint es aber ein Problem bei dem deutschen Boot zu geben. Laut Tracker ist es auf Gegenkurs gegangen.

“Einstein” auf Gegenkurs?

Erstaunlicherweise ist es auch 11th Hour geglückt, das 77 Meilen-Defizit nach dem Crash auf 14 Meilen zu drücken. Nach der Wende muss die ehemalige Hugo Boss aber zeigen, wie sie auch ohne Backbord-Foil besteht. Der leichte Wind sollte helfen, allerdings dürfte Charlie Enright bei etwas mehr Druck Lateralfläche für Höhe am Wind fehlen.

Bei den VO65 hat Bouwe Bekking mit seinen Polen die klare Führung in einer Flaute verloren. Das Feld der sieben Einheitsyachten schob sich wieder zusammen auf einen Bereich von acht Meilen. An der Spitze duellieren sich die Favoriten Mirpuri und AkzoNobel.

Die Ankunftszeit in Alicante war für den Mittwoch (9.Juni) berechnet worden. Die vorhergesagten leichten Bedingungen vor dem Ziel könnten diese ETA aber nach hinten verschieben.

 

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Carsten Kemmling

Der Mann von der vordersten Front. Mehr zu ihm findest Du hier.

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