Ocean Race Europe: Veranstalter planen trotz Corona 2021 mit einem Fünf-Etappen-Event

Im Juni rund Westeuropa

Nach der Verlegung des Starts zum The Ocean Race von Herbst 2021 auf Herbst 2022 hatten die Organisatoren bereits eine Europa-Tour für 2021 angekündigt. Jetzt wurden sie etwas konkreter, ohne allerdings bisher den endgültigen Tourplan zu benennen.

“LinkedOut”-Skipper Thomas Ruyant plant mit einem Start beim Ocean Race Europe. Foto: Pierre Bouras / TR Racing

Die Erstausgabe des Ocean Race Europe soll bis zu fünf europäische Städte verbinden, im Nordatlantik starten und sowohl auf Imoca 60 als auch VO65 ins Mittelmeer führen. Geplant ist das Rennen im Juni 2021.

„Das Ocean Race Europe passt im Juni gut in den Rennkalender 2021 und bietet den Teams aussagekräftige Rennen, um ihre Rennprogramme weiter zu verbessern“, sagte Johan Salén, geschäftsführerender Direktor des Ocean Race. „Als neue Veranstaltung war es wichtig, dass wir Unterstützung von Teams und Seglern für dieses Projekt haben, um den Startschuss zu geben, und das bisherige Feedback war äußerst positiv.“

Die “Charal” wird nach der Vendée Globe auch beim Ocean Race Europe zu den großen Favoriten gehören. Foto: Austin Wong/The Ocean Race

Jérémie Beyou, Skipper der „Charal“ und Vendée-Globe-Mitfavorit, sieht in dem Rennen ein interessantes Projekt: „Das Ocean Race Europe ist eine gute neue Veranstaltung für die IMOCA-Flotte. Wir beginnen den Sommer im Voll-Crew-Modus mit einem Rennen rund um Europa unter Atlantik- und Mittelmeerbedingungen. Das Rennen mit relativ kurzen Etappen sollte eng und spannend werden, während es uns an Land ermöglicht, mehr Segelfans in ganz Europa auf uns aufmerksam zu machen.“

Thomas Ruyant, Skipper der IMOCA 60 „LinkedOut“, sagte: „Ich mag die Idee, ein neues, voll besetztes und wettbewerbsfähiges Event zu veranstalten, auf das ich mich freuen kann. Ich denke, die Vendée Globe und das Ocean Race Europe ergänzen sich sehr gut. Es wird eine neue Herausforderung sein, in einer Crew-Konfiguration zu fahren.“

Mit Spannung wird der Vergleich der Imoca 60 mit den VO65 erwartet. Foto: Mirpuri Foundation Race Team

Bouwe Bekking, achtmaliger Weltumsegler beim Ocean Race und Trainer des VO65-Team Sailing Poland, freut sich auf den Vergleich von Imoca 60 und VO65: „Es wird sehr interessant sein zu sehen, wie sich die neuen Teams entwickeln und ob die VO65-Boote mit den IMOCA 60 mithalten können. Unter Reachbedingungen werden wir schnell große Unterschiede sehen. Und die foilenden Imoca 60 werden davonrauschen. Aber unter Am-Wind- oder schwachen Downwind-Bedingungen kann es auch ein oder zwei Überraschungen geben. In jedem Fall scheinen es ein paar aufregende Rennwochen zu werden. Ich freue mich darauf.“

Aus Deutschland könnten sowohl das Offshore Team Germany in Vorbereitung auf das Ocean Race 2022/23 als auch die „SeaExplorer“ von Boris Herrmann, der zuvor die Vendée Globe bestreiten will, am Start sein.

An Land sollen in allen Etappenorten Aktivitäten der Veranstalter und der Teams für Fans und Sponsoren geben. Allerdings wird die weitere Entwicklung der Corona-Pandemie darauf entscheidenden Einfluss haben. Gerade die geplante Route dürfte stark von Corona betroffene Regionen in Frankreich und Spanien umfassen. Die Veranstalter sind daher bemüht zu betonen, dass beim Ocean Race Europe die Gesundheit der Segler, Teams und der Öffentlichkeit oberste Priorität habe und alle COVID19-Bestimmungen in jeder besuchten Stadt eingehalten werden. In einer Telefonkonferenz am Mittwoch mit den registrierten Teams soll es weitere Informationen geben.

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