Transatlantik Einhand-Rekord: 14,6 Knoten Durchschnitt für “Safran”

Schneller "Geisterfahrer"

Rekordsegeln, Transatlantik, einhand

Los ging’s vor New York bei hervorragenden Bedingungen für Rekordsegler © safran

Marc Guillemont legt auf seiner IMOCA 60 „Safran“ die Messlatte deutlich höher: Er war mehr als 15 Stunden schneller als der bisherige Rekordhalter Alex Thomson auf “Hugo Boss”.

Endlich wieder ein Erfolgserlebnis für das Safran-Team: Nachdem Marc Guillemont hoch favorisiert bei der Vendée Globe schon kurz nach dem Start mit Kielaufhängungsproblemen aufgegeben und als „Geisterfahrer“ auf den Wasserstraßen des Englischen Kanals eine fette Strafe aufgebrummt bekommen hatte, sicherte er sich nun als neuer Rekordhalter seinen Platz in den Segelannalen.

Guillemont brauchte für die Strecke von New York nach Point Lizard (engl. Südküste) nur acht Tage, fünf Stunden, 20 Minuten und war bei einer Durchschnittsgeschwindigkeit von 14,6 kn um 15:48 h schneller als der bisherige Rekordhalter Alex Thomson auf seiner „Hugo Boss“ vor genau einem Jahr.

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15 h schneller – das sind Welten! © safran

„In der IMOCA-Szene sind das „Welten“!“ kommentierte Vendée Globe-Zweitplatzierter Armel Le Cleac’h den Rekord seines Kollegen.

„Ich hatte über die gesamte Strecke hinweg ideale Wetterbedingungen,“ sagte Guillemont, nachdem er am 6. Juli die Ziellinie überquert hatte. „Ich konnte Safran auf ihren Lieblingskursen den langen Reachgängen immer ans Limit puschen!“

Am Boot seien keine technischen Probleme aufgetreten, betonte der französische Profisegler im Hinblick auf die viel diskutierten Schwierigkeiten bei der letzten Vendée Globe. Vielmehr wären wohl noch ein paar Stunden herauszuschlagen gewesen, wenn Guillemont nicht physisch an seine Grenzen gestoßen wäre. „Ich konnte mein Schlafmanagement nicht so einhalten, wie eigentlich geplant,“ erklärte er. „Es gab über zu lange Strecken hinweg zu viele Risikofaktoren wie Schiffsverkehr und auffallend häufig Treibgut!“

Erst ca. 700 sm vor dem Ziel habe er einen neuen Rhythmus finden können, doch dort sei „der Wind auch, wie voraus gesagt, merklich flauer gewesen”.

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neuer Transat-Rekord für Monohulls – großes Kino für einen 54jährigen! © safran

„Alles in allem habe ich eine Menge Glück gehabt,“ resümiert der  54jährige Profi. „Vor allem das Wetter spielte mit! Ich konnte mich auf der Ideallinie ohne große Routenänderungen genau am Rande einiger kleiner Tiefs entlang hangeln. Perfekt für solche Rekordfahrten!“

Nächster „Safran“-Auftritt unter Skipper Marc Guillemont wird das Rolex-Fastnet-Race sein.

 

 

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Michael Kunst

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