Vendée Globe: Armel Cléac’h übernimmt Spitze; Burton gibt endgültig auf

Führungswechsel

Armel Le Cleac’h hat sich auf der "Banque Populaire" seinen Weg an die Spitze gekurbelt. © Jean-Marie Liot / DPPI

Armel Le Cleac’h hat sich auf der “Banque Populaire” seinen Weg an die Spitze gekurbelt. © Jean-Marie Liot / DPPI

Während bei der Vendée Globe Meldungen über die Ausfälle die Schlagzeilen beherrschen, findet an der Spitze des Feldes dennoch spannender Sport statt. Denn der seit dem ersten Tag führende Francois Gabart hat erstmals die Spitzenposition abgeben müssen. Innerhalb von fünf Stunden verlor er einen Vorsprung von 50 Meilen als er zuerst in einen Bereich mit Schwachwind eintauchte.

Armel Cléac’h, der 2010 so überlegen wie kaum ein Skipper vor ihm den Einhand-Klassiker La Solitaire du Figaro gewonnen hatte, zog mit seiner “Banque Populaire” an Gabart vorbei. Und auch Bernhard Stamm hält den irren Speed der beiden Führenden und liegt mit seiner “Cheminées Poujoulat” nur zwei Meilen hinter Gabart zurück.

Das Feld an der Vendée Globe Spitze hat sich zusammengeschlossen. Die ersten sieben Boote liegen nur 90 Meilen auseinander.

Das Feld an der Vendée Globe Spitze hat sich zusammengeschlossen. Die ersten sieben Boote liegen nur 90 Meilen auseinander.

Außerdem ist der Brite Alex Thomson mit seiner “Hugo Boss” der Gewinner des Tages. Er bestätigte zwar im Interview, im direkten Vergleich nicht mit den Neubauten mithalten zu können, profitiert jetzt aber von einer guten Positionierung, die ihm zu einem guten Windwinkel verhilft.

Er segelte auf Rang vier vor und übeholte damit sogar Jean Pierre Dick und Vincent Riou. Der fiel sogar auf den siebten Platz zurück, hat allerdings bis auf 90 Meilen zur Spitze aufgeschlossen. Insgesamt haben sich die ersten sieben Boote wieder eng zusammengeschoben.

Burton gibt auf

Louis Burton wollte mit Wind von Backbord nach Les Sables d'Olonne segeln und sein kaputtes Want schützen. Aber der Wind hat gedreht. Burton gibt auf. © Jean-Marie Liot / DPPI

Louis Burton wollte mit Wind von Backbord nach Les Sables d’Olonne segeln und sein kaputtes Want schützen. Aber der Wind hat gedreht. Burton gibt auf. © Jean-Marie Liot / DPPI

Während die einen im Rennfieber sind, hat Louis Burton seinen Kampf gegen die Uhr aufgegeben um bis zum Schließen der Startlinie am 20. November in Les Sables d’Olonne einen Neustart mit repariertem Want zu versuchen.

Der junge Franzose, der am Mittwoch mit einem Fisschtrawler kollidiert war, ist im spanischen La Coruna eingelaufen und hat offiziell seinen Renn-Abbruch erklärt. In Les Sables war schon ein Ersatz-Want organisiert worden, aber schließich spielte das Wetter nicht mit. Da Burton das Steuerbord-Want beschädigt hat, musste er auf Wind von Backbord hoffen, um auf dem anderen Bug zum Starthafen zu kommen.

Das Wetterfenster, dass dieses Szenario möglich gemacht hätte, schloss sich aber immer weiter. Zuletzt wurden starke Winde in der Biskaya vorhergesagt, die auch die Möglichkeit des Schleppens und Motorens zunichte machten.

avatar

Carsten Kemmling

Der Mann von der vordersten Front. Mehr zu ihm findest Du hier.
Spenden
http://nouveda.com

4 Kommentare zu „Vendée Globe: Armel Cléac’h übernimmt Spitze; Burton gibt endgültig auf“

  1. avatar wuff sagt:

    Falsches Titelbild 😀

    Like or Dislike: Daumen hoch 0 Daumen runter 0

  2. avatar Süd sagt:

    Interessantes Geplänkel am Rande:
    http://www.yachtingworld.com/news/533102/vendee-globe-9-yachts-in-colregs-protest
    Dass sich Alex Thomson berufen fühlte, diesen Protest anzuschieben, wir die Meinung über “les rosbifs” nicht positiv beeinflussen

    Like or Dislike: Daumen hoch 3 Daumen runter 0

  3. avatar Uwe sagt:

    Schon wieder ein technisches Problem:

    18.11 – Maître CoQ diverts to Cape Verde with Keel Malfunction

    Like or Dislike: Daumen hoch 0 Daumen runter 0

  4. avatar Süd sagt:

    keel malfunction ist etwas untertrieben….die Schubstange des (einzigen) Hydraulikzylinders, der den Kiel “neigt” und hält, ist gebrochen und das Boot macht auch ziemlich Wasser. Ich denke mal-ohne irgendwelchen MacGuyver Reparaturoptionen vorzugreifen-, da geht nichts mehr und für Jeremy Bejou ist das Rennen gelaufen. Nach dem frühzeitigen Ausscheiden 2008 sicher sehr bitter für ihn…aber sein Sponsor hat bereits für die VG 2016 unterschrieben 😉

    Like or Dislike: Daumen hoch 0 Daumen runter 0

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Sicherheitsfrage (SPAM-Schutz): *