Day 58 highlights von VendeeGlobeTV
Bernard Stamm hat bestätigt, dass er die Vendée Globe erneut unterbrechen muss für einen Reparaturstopp am Kap Horn seit sein frisch reparierter Hydrogenerator abgerissen ist. Das Führungsduo kreuzt gegen Starkwind an, Dick und Thomson holen auf.

Dominique Wavre genießt das warme Licht der tiefstehenden Sonne und die Tatsache, dass er zurzeit das schnellste Schiff im Feld ist. © Wavre
Die Nachrichten vom Schweizer Team um Bernard Stamm hören sich wenig vielversprechend an. Zuletzt spekulierten die Berater darüber, wie sie eine Diesel-Übergabe von einem Schiff in der Region organisieren könnten. Damit wäre Stamm endgültig von der Vendée Globe ausgeschlossen. Es scheint nicht viel Hoffnung zu geben, dass der Einhand-Skipper die Energiespender erneut reparieren könnte.
Dafür gibt er noch einmal richtig Gas, um womöglich vor dem Kap seine beiden direkten Gegner Dominique Wavre und Mike Golding zu überholen. Die Chancen stehen nicht schlecht, obwohl sein Landsmann Wavre zuletzt den Speed halten konnte. Aber es wäre nur ein Phyrrussieg, denn am Kap muss er die beiden dann wieder ziehen lassen.
Es ist umso ärgerlicher, weil das Trio zuletzt auch gut 200 Meilen auf Jean Le Cam aufgeholt hatte und Stamm die gut 300 Meilen Rückstand auch gegenüber dem Franzosen durchaus noch hätte aufholen können.
An der Spitze zeichnet sich derweil ab, dass Francois Gabart bei den brutalen Amwind-Bedingungen mit Wind um 30 Knoten zuletzt taktische Vorteile hatte. Sein östlicherer Kurs zahlt sich jetzt aus, da er eine Rechtsdrehung des Windes für eine Wende nutzte und nun den virutellen 60 Meilen Vorsprung konsolidieren könnte, wenn Armel Le Cléac’h in vor sich passieren lässt. Beide segeln zurzeit auf unterschiedlichem Bug aufeinander zu.
Dahinter lauert immer noch Jen Pierre Dick auf seine Chance mit gut 260 Meilen Rückstand. auch Alex Thomson reduzierte mit “Hugo Boss” in den vergangenen sieben Tagen den 1000 Meilen Rückstand auf 580 Meilen und holt mit einem direkteren Kurs weiter auf.
Zu einer Begegnung der besonderen Art kam es auf dem achten und neunten Platz. Arnaud Bossières segelte kurzzeitig in Sichtweite zum Spanier Javier Sanso.
Na, jetzt warten wir es mal ab. Vielleicht bekommt er den verbliebenen Generator doch noch zum Laufen. Zuzutrauen ist ihm das.
Wir drücken die Daumen!
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