Volvo Ocean Race: Abu Dhabi segelt in der Nacht vom vorletzten Platz an die Spitze

Das "Tor zur Welt"

Zu Beginn der zweiten Etappe beim Volvo Ocean Race ist zwischen den sechs Yachten ein spannender Kampf um die Spitze entbrannt. Sie segeln mit vielen Manövern und Positionswechseln teilweise in Sichtweite.

Tony Mutter von Puma hat etwas gesehen. Der unglaubliche Regenbogen schein ihn nur peripher zu interessieren. © Amory Ross/PUMA Ocean Racing/Volvo Ocean Race

Bisher sah besonders Groupama sehr ordentlich aus bei extrem leichten Winden unter der afrikanischen Küste. Nach dem wochenlangen Alleingang auf der ersten Etappe genießen sie jetzt offensichtlich die ersten Meilen in der Gruppe. In der Nacht standen die Franzosen aber stundenlang in der Flaute und mussten das Camper/Puma Duo ziehen lassen, das schon viele Meilen Bord an Bord segelt.

Mit dem Einbruch der Dunkelheit war aber besonders Abu Dhabi mit einem Sahneschlag unter Land erfolgreich. Als vorletztes Boot segelnd holten sie innerhalb weniger Stunden mehr als 17 Meilen auf und schoben sich an die Spitze.

Das Sanya Team liegt auf der Lauer. Bei Flaute scheint das alte Boot mit der Crew auf dem Vordeck schnell zu segeln. © Andras Soriano/Team Sanya/Volvo Ocean Race

Auch die insgesamt führende Telefonica, die lange Zeit auf dem letzten Platz segelte, nachdem sie sogar zu Beginn im Gegenstrom geankert hatte, machte in der Nacht Boden gut.

Die Flotte befindet sich nun im Bereich des Agulhas Stroms, der mit drei bis vier Knoten gegenan läuft. In Verbindung mit starkem Wind baut sich eine chaotische See mit sehr hohen Wellen auf. In diesem Seegebiet erlitt Puma beim vergangenen Volvo Ocean Race einen schwerwiegenden Strukturschaden im Rumpf, der nur knapp behoben werden konnte. Und Ian Walker brach damals auf der Green Dragon der Baum in einer 50 Knoten Böe.

Camper Skipper Nicholson segelt seit Tagen mit der schwarzen Puma Katze im Nacken. © Hamish Hooper/CAMPER ETNZ/Volvo Ocean Race

Aber solche Extrembedingungen sind bisher noch nicht eingetreten. Zurzeit sind die Taktiker und Navigatoren am Zug. Erstmalig entfernt sich gerade das Feld voneinander. Groupama sucht sein Heil weiter draußen auf See, Abu Dhabi segelt unter Land. Der Querabstand ist auf 56 Meilen angewachsen. Wer hat Recht?

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Konzentration in der schwierigen Anfangsphase der Etappe beim Camper Team mit Sckipper Nicholson. Die Konkurrenz segelt in Sichtweite. © Hamish Hooper/CAMPER ETNZ/Volvo Ocean Race

Auch auf Sanya erblick Skipper Mike Sanderson das "Tor zur Welt".© Andras Soriano/Team Sanya/Volvo Ocean Race

Der Brite Rob Greenhalgh führt das Abu Dhabi Team in die Nacht und an die Spitze. © Nick Dana/Abu Dhabi Ocean Racing/Volvo Ocean Race

Lichtspiele in der Nacht auf Sanya. An Steuerbord tanzt der Mond. © Andres Soriano/Team Sanya/Volvo Ocean Race

Segelwechsel auf Abu Dhabi:

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Carsten Kemmling

Der Mann von der vordersten Front. Mehr zu ihm findest Du hier.
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