Volvo Ocean Race: Spannender Dreikampf. Puma 7 Meilen vor Telefonica, Camper ist dran

"Ich hasse Wolken"

Das Finale der vierten Etappe beim Volvo Ocean Race ist knapp einen Tag vor dem erwarteten Zieleinlauf zu einem spannenden Dreikampf um Platz zwei geworden. Während Groupama an der Spitze mit einem Vorsprung von 140 Meilen der Sieg nicht mehr zu nehmen ist, wird dahinter am absoluten Limit gekämpft.

Abu Dhabi Vorschiffsmann Justin Slattery steht auf dem Bugkorb und wartet beim Segelwechsel auf das Fieren des Fockfalls. © Nick Dana/Abu Dhabi Ocean Racing/Volvo Ocean Race

Puma hatte in den vergangenen Tagen schwer verloren, als sie fast acht Stunden in Flautenlöchern unter Wolken verbracht. Telefonica war zwischenzeitlich vorbei gezogen, aber eine starke Linksdrehung des Windes hatte Puma wieder ins Spiel gebracht.

Kreuz bis zur Nordspitze von Neuseeland. Puma (rot) konnte knapp vor Telefonica passieren und hat sich in eine klassische Deckungsposition gewendet. Camper (weiß) wird schon auf Platz zwei geführt, muss aber auf eine stärkere Rechtsdrehung hoffen, um nach der nötigen Wende vor den beiden Konkurrenten zu passieren.

Seitdem kreuzt die Flotte bei bis zu 25 Knoten Wind gegenan auf die Nordspitze von Neuseeland zu. Während Puma sich beim letzten Cross mit Telefonica noch knapp sieben Meilen vor den Gegnern platzieren konnte und eine enge Deckungsposition einnahm, versucht Camper sein Glück im Süden auf der rechten Seite der finalen Kreuz.

Zurzeit werden die Neuseeländer sogar auf Platz zwei geführt. Sie müssen aber noch wenden und können bisher nicht vor den beiden Konkurrenten passieren. Eine leichte Rechtsdrehung des Windes könnte aber das Happy End für das Heimteam Realität werden lassen.

Derweil hadert Puma Medienmann Amory Ross noch mit dem Schicksal nach den verlorenen Meilen unter den Wolken. “Ich hasse Wolken. So wie Spinnen, Geistergeschichten, Tequila und die Boston Red Sox. Sie sind wunderschön und sehen aus wie Eiscreme, und trotzdem hasse ich sie.

Die Passage der Nordspitze von Neuseeland bringt starken Wind. Groupama liegt sicher voraus.

Entweder sind sie dein bester Freund oder der schlimmste Feind. Leider gibt es viele Feinde. Wir haben eine besondere Anziehungskraft für Windlöcher in der Nacht auf den großen Ozeanen.

Selbst mit dem Licht des Vollmonds und der Kraft des ausgefeilten Radars ist es sehr schwierig, die Wolken mit den Flauten zu vermeiden. Sie sind schwarz und deshalb am Horizont nicht gut zu erkennen. So lange kein Regen ausgeschieden wird, kann der Radar eine freundliche Wolke nicht von einer bösartigen unterscheiden.

Also kann man oft nur das Beste hoffen. Das hat bei uns nicht immer gut funktioniert. Und deshalb sind wir dort, wo wir sind. Aber schreibt uns noch nicht ab. Das Rennen wird jetzt taktischer und es gibt noch einige Überholspuren.”

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Carsten Kemmling

Der Mann von der vordersten Front. Mehr zu ihm findest Du hier.

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3 Kommentare zu „Volvo Ocean Race: Spannender Dreikampf. Puma 7 Meilen vor Telefonica, Camper ist dran“

  1. avatar Laserrecke sagt:

    Ich finde es beruhigend das der Vorschiffsmann ohne Weste auf dem Bugkorb rumkraxelt! “Ich brauch keine Weste, gehe nur kurz…”

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  2. avatar SuperOffshore5000 sagt:

    Alles Für Die Anekdote.

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  3. avatar SuperOffshore5000 sagt:

    Wunderschönes Video außerdem. Ja.

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